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Projekt 52, Woche 16: Leidenschaft

Ich hatte ja erst kurz überlegt, ob ich das Wort trenne und wörtlich nehme, also Leiden schaffen. Aber es wäre ja schade, aus so einem schönen Thema etwas so negatives zu machen. Auch wenn es gut zu dieser Welt passen würde. Also bleib ich beim offensichtlichen und es wird Leidenschaft.Nachdem ich ja mit Kopfüber und Kontraste noch 2 Wochen zu erledigen habe stürze ich mich gleich mal in Leidenschaft. Gestern Abend in Erlangen in der Kellerbühne auf dem Poetry-Slam gab es jede Menge Leidenschaft zu sehen.
Doch der leidenschaftlichste Auftritt war für mich Martin Geier. Letztendlich war der Text sogar von Leiden gekrönt, also ist das Foto mehr als passend. Es gehört viel Leidenschaft dazu, auf der Bühne alles zu geben, so wir Martin Gestern Abend:
Diese Woche gilt es also die noch überfälligen 2 Wochen nachzuholen… 🙂
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Farbgewalt reloaded…
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Farbgewalt
Ich verabscheue eigentlich so ziemlich jede Art von Gewalt. (Sätze mit eigentlich mag ich zwar auch nicht, aber mir fiel kein anders Wort ein). Eine der wenigen Arten von Gewalt die mir doch zusagt ist wohl die Farbgewalt.
Farbgewalt mit Worten zu umschreiben scheint mir jedoch reichlich ungenügend. Vielleicht liegt es auch an der fehlenden Wortgewalt (schon wieder Gewalt….) wie auch immer, ich zeige lieber was ich meine, bevor ich versuche hier unnötig Wörter zu verbiegen und nie zum Ende zu kommen:
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Slam again…
Am Donnerstag hat Nürnberg wieder gerufen. Letzten Sonntag war ja in Fürth im Koffer Poetryslam angesagt, morgen am Sonntag steht Erlangen auf dem Plan, wird also Zeit über den Donnerstag zu berichten.
Michl hatte sich wirklich schick gemacht:

Und dann ging es auch schon los. Featured Artist Michael Bittner aus Dresden übernahm das Mikrofon und schon hing ich an seinen Lippen:

Martin Geier hatte leider das Pech als erster von der bezaubernden Poetenfee Cindy (Michl & Cindy, welch ein Paar) aus dem Poetenhut gezaubert zu werden. Sein Saunatext wurde sehr authentisch dargeboten, und als Zuschauer fühlte man sich im ziemlich warmen K4 so wie so fast wie in der Sauna.

Syke Pieper und mein Nordsee-Fernweh war sofort da. Ich liebe diesen Dialekt. Die Abendteuer eines Wattwurms, zum Schmunzeln:

Rodion R. Raskolnikow was für ein Dichter. Voller Bewunderung verschlang ich jedes Wort, ganz großes Kino:

Steinis kleine Dinge die einen in den Wahnsinn treiben. Mit erschrecken musste ich feststellen, so einige dieser Dinge treiben mich auch ziemlich nahe an den Rand des Wahnsinns….

Sarah Kronenberg hatte in Nürnberg Ihren ersten Slam überhaupt. Erstaunlich selbst sicher stand Sie auf der Bühne. Allerdings mit den 7 Minuten Zeitlimit hatte Sie ein Problem, doch sie erhob einfach die Stimme und versuchte die immer lauter werdende Deine-Zeit-ist-jetzt-zu-Ende-Musik zu übertönen. Sehr fotogen auf jeden Fall:

Tobias Ludolph, hatte den Titel T-Shirt des Abends auf jeden Fall schon gewonnen, als er die Bühne betrat und die Welt anrief und er 3 Sätze hatte:

Und dann wurde es blutig, als Turnkey Facility auf Zombiejagd ging. Unglaublich wie viele Worte man in 7 Minuten packen kann, und mit welcher Geschwindigkeit uns diese um die Ohren gehaut wurden, und ich meine das im positiven Sinn:

Nico Semsrott, mir fehlen die Worte. Er kam, sah und siegte. 5x 10 Punkte….. der Saal tobte und die beiden Finalisten standen fest:

Turnkey Facility legte mit Teil 2 der Zombiegeschichte nach, als der erste Finallist, allerdings rechnete nach der 30 Punkte Nummer von Nico Semsrott keiner im Publikum damit dass ihm der Sieg noch zu nehmen sei:

Und dann legte er nach, der Nico Semsrott und holte das Ding nach Hause:

Und dann warteten beide auf die Publikumsentscheidung, Händchen haltend:

Leider sind die Finallisten auf dem Foto unscharf, dafür ist der Wodka scharf, aber beim anschliessenden Gruppenbild passt es wieder:

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Emotionen
Was als nächstes auf der Bühne passiert ist oft schwer zu erahnen. Da die Canon mit dem 70-200 2.8 nicht gerade ein Lichtgewicht ist, liegt sie während eines Poetryslams die meiste Zeit auf meinem Schoß. Pro Poet werden meist 5-10 Bilder gemacht, in den 7 Minuten die er Zeit hat seinen Text vorzutragen. Ärgerlich ist natürlich, wenn genau in dem Moment, in dem die Canon auf meinem Schoß ruht, eine besondere Geste, Bewegung, Ausdrucksform dargeboten wird.
Umso schöner ist es aber, wenn die Canon genau zum Richtigen Zeitpunkt in Position ist. So geschehen am Donnerstag Abend im K4 während des Finales:
Ja, es sind diese Momente, auf die man den ganzen Abend wartet 🙂
















