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Unendlich wütend
Wer die Wahrheit nicht weiß, der ist bloß ein Dummkopf. Aber wer sie weiß und sie eine Lüge nennt, der ist ein Verbrecher.
Genau dieses Zitat von Berthold Brecht kam mir in den Sinn, als ich von den Plänen von Frau von der Leyen gelesen habe.
Mehr als Lesenswert auch das Interview mit Christian Bahls in der Zeit:
Christian Bahls ist missbraucht worden. Im Interview sagt er: „Ursula von der Leyens Kampagne gegen Kinderpornografie nutzt nichts und macht mich erneut zum Opfer.“Ich kann da einfach nur mit dem Kopf schütteln…
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Blickwinkel
Der Arbeitstag vollbracht, das Auto geparkt, den Körper aus selbigem erhoben, den Rucksack aus dem Kofferraum geholt, geschultert, die Gartentür geöffnet, die Haustür fest im Blick. Da schenkt selbiger nach rechts. Nicht das jetzt die Kinnlade heruntergefallen wäre, (dazu hätte es neben der sich mir darbietenden Löwenzahnwiese wohl auch eine nackte sich auf dem Löwenzahn räkelnden Schönheit benötigt..) doch der Löwenzahn der offenbar über Nacht erblüht ist, lässt mein Herz frohlocken.
Reinrennen, Kamera holen, abdrücken. So würde sich die Szene bestimmt in vielen Haushalten abspielen. Nö, nö, nö…. das wäre ja wie Geschlechtsverkehr mit einer unbekannten Frau ohne Vorspiel, ohne herantasten, ohne das auskundschaften von Bedürfnissen. (Klatscht sich gerade die Hand auf die Stirn als er die gerade geschriebenen Zeilen nochmals liest..)
Nein, vielmehr wird überlegt. Welche Brennweite, welche Blende, und vor allem welche Perspektive. Was macht so eine Löwenzahnwiese überhaupt erst interessant. Der Blick von oben ? Hm… Das sieht die Tage jeder von uns sicher in rauen Mengen. Nein, es muss schon anders anfangen.
Also weiter zur Haustür, Katzenbegrüssung verschieben und tröstende Worte Richtung Lisa. Canon mit 24-70 geschnappt und das erste Erkundungsbild aus der Ameisenperspektive:
Noch ist also nicht viel zu erkennen, es könnte aber sein, dass weiter oben, prächtige Blüten darauf warten entdeckt zu werden. Besser die Perspektive, der Blickwinkel ändert sich. Biene. Ja, Biene ist gut, die Kamera erhebt sich also und die Schönheit des ganzen offenbart sich langsam, als die Biene vom Boden startet:
Mehr, ich will mehr sehen. Die Biene dreht am Zoomring und stellt das 24-70 2.8 auf 24mm und langsam wird klar, was den Verfasser so beglückt hat:
Doch was ist da ? Ein Löwenzahn der noch nicht geöffnet ist, doch die ersten gelben Blütenblätter spitzen bereits heraus. Das Bienchen kramt in seiner Tasche nach dem Fernglas…(Der Verfasser öffnet erneut die Haustür und holt das Sahnestück aus der Fototasche. Müsste ich mit nur einem Objektiv auskommen, es wäre definitiv dieses hier, das 70-200 2.8. Tiergarten und Slam-erprobt und zur Not auch als Waffe zu gebrauchen):
Der zunächst nur dezent hinter der Haustür zu vernehmende Katzenjammer steigert sich langsam aber sicher Richtung Jetzt-ist-hier-gleich-Achterbahn-Gejammer und Bienchen und Blümchen sind vergessen, und ein kurzer letzter Blick wird auf das schöne Schauspiel geworfen:
Zeit für die Miezekatze

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Highlander Slam in der Kofferfabrik
Irgendwie hinke ich mit dem verwursten der Bilder hier in diesem Blog ganz schön hinterher. Heute Abend ist Slam in K4 und ich habe noch nicht mal die Bilder vom letzten Sonntag in der Kofferfabrik vom Highlanderslam hergezeigt.
Nachdem jetzt ja schon einiges an Zeit vertickt ist, und ich mir auch keine Notizen auf dem iPhone gemacht habe wie ich es eigentlich sonst tu, sondern nur mit dem fotografieren (und dem mit Zerstören eines Weinglases und dem Umschütten meiner Bionade…) beschäftigt habe, klaue ich einfach Michls Text aus dem Frankenslam-Forum (der eh viel besser ist als es meiner je sein könnte) und verlinke diesen auch gleich:
Der Umzug hat sich gelohnt! Zum dritten Mal in Folge konnte ein Besucherrekord vermeldet werden, trotz Biergartenwetter füllten ca. 160 Personen die Galerie in der Kofferfabrik. Nils Rusche musste leider kurzfristig absagen, Michl machte den Opfertext „Opfer“, und die sechs angetreten Saisonfinalisten gaben alles, teilweise sogar unter der Gürtellinie, diese jungen Wilden! NAch der Vorrunde mussten wir uns leider von Sophie Sonnenblick (Beziehungskiste über Verwechslungen unter der Dusche) und Bo „Praise the Lord“ Wimmer (Jesus-Edition von „Jawollo“ inkl. Kirchenkritik).
Im Stechen waren dann plötzlich vier statt drei, aber es war ja noch Zeit, so dass Lucas Fassnacht (sehr schöner kritischer Text mit Gänsehaut-Feeling als einige Zuschauer im Publikum aufstanden, um ihre Solidarität mit dem Protagonisten der Geschichte auszudrücken), Alex Willrich (dass er einen Zwilling hat ist bekannt, jetzt wissen wir: er leidet auch noch an Schizophrenie und bekommt Botschaften von Zukunfts- und Vergangenheits-Alex), Peter Parkster (der der schneller, weiter, höher-Mentalität entgsagt, um sich dem Leben zu widmen) und Hanz (auf einer Single-Party, mit dem Ziel von allen Frauen einen Korb zu bekommen).
Am Ende ist das Ergebnis:
1. Hanz
2. Alex Willrich
3. Lucas FassnachtAlex Willrich (mit der genauer Größenangabe unterhalb der Gürtellinie)

Peter Parkster (ich glaube gerade bei der Textpassage : „….dich Jamba akustisch fickt…“)

Dann gespanntes Warten auf die Publikumsentscheidung:

und dann das große 4er Finale:
Und dann wurde es noch mal spannend:

Sehr sehenswert auch die Tetris-Musik-Gesangs-und-Tanzeinlage:

Die Nummer 2 natürlich auch, nicht ohne einen kleinen Hinweis unter die Gürtellinie 🙂

Und der 3. Sieger durfte auch nach oben:

Und dann hab ich Doldi leider die Kamera eingepackt, und somit den Michl verpasst, als er Höhenluft schnuppern durfte…
Und natürlich noch der gesamte Slam als Diashow (72 Bilder)
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Einmal im Jahr
Da passiert es, fast ohne Vorankündigung. Gut, kleine Anzeichen sind zu sehen, doch es scheint als würde es noch ewig dauern. Und dann, wenn man es schon fast vergessen hat, passiert es einfach über Nacht.
Der Anblick ist einfach überwältigend. Man möchte die Zeit anhalten und es wochenlang geniessen. Doch nur für wenige Tag bietet sich einem dies wundervolle Naturschauspiel. Genau so schnell wie es kommt vergeht es dann. Vielleicht etwas schleppender.
Natürlich nicht ohne Folgen, doch die Folgen sind dann eher positiver Natur. Denn nach der Blüte erfolgt die Frucht. Und viele Blüten = verdammt viele Früchte. Verdammt viele Früchte bedeutet allerdings auch wieder verdammt viel Arbeit diese auch abzuernten. Wie jedes Jahr bleiben also wieder unmegen davon ungenutzt auf den beiden haushohen Kirschbäumen.
Genau darum geht es nämlich, um die Kirschblüte. Genauso wie letztes Jahr, und das Jahr davor.
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365 DAYS: Done
Jeden Tag ein Foto. Es musste selbst gemacht sein. Selbstauslöser war möglich. Und es musste irgendein Teil von sich selbst auf dem Foto sein. Leider habe ich es nicht geschafft, 365 auf einander folgende Tag durch zu halten. Ich hatte 2 kleine Pausen und ich glaube 3 oder 4 einzelne Tage habe ich es schlichtweg vergessen. Irgendwann letzte Woche war ich dann fertig, 365 Bilder:
Und jetzt ? Ja, jetzt überlege ich, ob ich die nächsten 365 in Angriff nehme…. ^^


















