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Weichei ?
Ich dachte ja eigentlich, in Bezug auf Schmerzen wäre ich eher ein Weichei. Stimmt aber gar nicht. Aber jetzt mal von Anfang an. Am Montag war es endlich soweit, nach knapp 10 Jahren hab ich mich endlich wieder unter die Nadel gelegt. Ich soll gleich den ganzen Tag Urlaub nehmen, als ich zugestimmt hatte es auf einmal zu machen.
Unter die Nadel legen ? es auf einmal machen ? Ja, ein drittes Tattoo stand auf dem Tagesplan. Nachdem die beiden ersten eher etwas klein geraten sind, sollte es diesmal schon etwas grösser werden. Als ich auf der Suche nach einem Tattoostudio in Nürnberg war, bin ich mehr oder weniger zufällig bei Fleur de Lis gelandet. Als ich das erste Mal mit Sven geredet hatte, hat mein Bauch sofort ja gesagt. Ich war zwar anschliessend noch in 3 anderen Studios, aber mein Bauch hatte sich schon entschieden. Nach 3 Besuchen nahm meine Idee langsam gestalt an, und nach dem von Sven gezeichneten Entwurf wurde der Termin fixiert.
So bin ich dann am Montag um 11.30 dort aufgeschlagen. Kurz vor 13.00 Uhr ging es dann auch zur Sache, auf meinem Oberarm und Brust skizzierten jede Menge Hilfslinien das spätere Schmuckstück. Klar, die erste halbe Stunde war gar nix, ein leichtes pieksen. Als er dann nach gut 2 Stunden langsam weiter nach oben kam, Richtung Knochen, da wurde es das erste Mal unangenehm. Dann knapp 20 Minuten Pause, Mittag essen.
Als er dann gegen halb 6 langsam zur Brust kam, ja da wurde es dann doch etwas unangenehm. Und die Zeit ab 19.00 Uhr wurde einfach nur zur Qual. Kurz nach 20.00 Uhr waren wir dann fertig. Also ich so wie so, und das Tattoo auch:
Doch der Blick im Spiegel, noch leicht zitternd, ja der hat für alles entschädigt. Weichei bin ich keins, das wurde mir dann klar. Ausser einer Pinkelpause gab es von meiner Seite keine Unterbrechungen und auch keine genommene Auszeit. Klar, man hätte es bestimmt auf 2 vielleicht sogar auf 3x machen können, doch so war es mir viel lieber, als mit einer Baustelle herum zu laufen. Ich bin echt schwer begeistert von Svens Arbeit, ich war mir wirklich nicht sicher ob die ganzen Schattierungen tatsächlich so gut werden. 100% fertig sind wir noch nicht, ein wenig Feintuning muss noch gemacht werden. Hier ist eine Linie noch nicht 100% geschlossen, dort noch etwas nach schattieren. Aber um kurz nach 20.00 Uhr waren wir uns beide einig, für heute ist es genug.
Geil war es schon, auch wenn es kein Spaziergang war 🙂
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die große Sauerei…
Der Winter hatte es ja leider ziemlich in sich. Er ging alles andere als spurlos am Gartenteich vorbei. Solange es noch schön kalt war, und die entsprechenden „Leichteile“ gut gekühlt waren, gab es noch keinen Handlungsbedarf. Anders die letzten Tage. Durch die Vorboten des Frühlings musste diese unliebsame Pflicht endlich in die Hand genommen werden.
Alle Leser können echt froh sein, dass die Geruchsübertragung via DSL noch nicht möglich ist. Leichfotos von aufgequollenen Froschkadavern und toten Fischen erspare ich hier lieber:
Ein paar weitere Fotos gibt es in diesem Album.
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Poetryslam K4, Reihe 2: Mitte.
Am Donnerstag war wieder Slamzeit. Im K4 stand ich bislang meist rechts der Bühne, im Gastrobereich, um mit der Canon das Geschehen einzufangen. Gerstern dann in der 2. Reihe, genau in der Mitte. Da die Bühne etwas erhöht ist, also von unten, quasi. Leider ist das Mikrofon das ein oder andere Mal im Weg, dafür gibt es aber auch die Möglichkeit Gesichter wirklich Bilderfüllend abzubilden, und damit auch Emotionen maximalst einzufangen.
Doch genug der Fotografiegelaber, her mit den Fotos. Wie immer in Nürnberg und Fürth führte Michel Jakob souverän durch den Abend:

Featured Artist waren diesen Abend k.u.k. leichtvers.stört : Wehwalt Koslovsky und Frank Klötgen. Lyrisch wirklich vom allerfeinsten, und vor allem fotografisch gesehen eine absolutes Auslösehighlight. Als Bild- und Stimmungseinfager gibt es natürlich nichts schöneres, als Poeten die so mit ihrer Mimik spielen:
Neftalie hatte dann leider das Pech als erster von der Poetenfee aus dem Hut gezaubert zu werden, und eröffnete somit als erster Poet den Wettbewerb. Unglaublich welch wundervoller Text sich aus einer einfachen Duschbrause zaubern lässt:

Keinohrhasen kann man mögen oder nicht, als Glücksbringer (?) macht das Ding auf der Bühne jedenfalls einen guten Eindruck:

Felix Kerns Text über Spammails habe ich erste falsch eingeschätzt. Mein erster Gedanke war: Schon wieder ein Text über Spam. Doch PENISENLARGEMENT NOW ! und die Bewunderung für feste große Penise und Penispumpen wurde so „authentisch“ vorgetragen, einfach ein Augen und Ohrenschmaus:

Verena Adamik hatte ich beim Kampf der Geschlechter im Januar schon im K4 gesehen, und lieben gelernt und auch dieses mal nahm mich Ihr Text über Fabelwesen die beim schreiben von Texten erscheinen mit auf die Reise:

Michels im Frankenslam-Forum angekündigtes „schickes T-Shirt“ verdient hier auf alle Fälle einen Ehrenplatz. Der Hulk rult einfach 🙂

Peemaster Grand hatte ich in Erlangen mit einem sehr traurigen Text schon mal gesehen. Seine Geschichte über eine Taxifahrt hatte auch wieder diese ganz besondere Sprachrythmik:

Peter Parkster. Seit seinem Auftritt mit Micheal Jakob als die tExtremisten einer meiner Lieblingspoeten. Ohne Text freivorgetragen einfach ein Gedicht. Sein Scheisstag hatte es in sich. Lieblingsstelle im Bus vom Jamba Klingelton gefickt:

Jacqueline Prey. Das erste Mal auf der Bühne, und Ihren Text so sicher vorgetragen als würde sie jeden Tag auf der Bühne stehen:

Nach der Pause noch mal k.u.k. leichtvers.stört mit der Vortsetzung von J.W. Goethes Der Becher:

Tifa. Genau so wie im Koffer, als ich sie das erste Mal gesehen habe, hier in Nürnberg ein Augenschmaus. Ihr Text kombiniert mit Gesangseinlagen:

Tobias Ludolph hatte ich zuvor noch nicht gesehen/gehört. Sein Text über die Erfahrungen beim Schuhekaufen mit der liebsten, mitten aus dem Leben gegriffen:

Christian Ritters Text über den Roman aller Romane der letztendlich in der Badewanne in einem Feuer endete hatte ich am vergangenen Sonntag in Erlangen bereits gehört. Aber gute Texte treffen beim zweiten Mal hören noch genauso. So wie eben auch in diesem Fall:

Und dann stand das Finale auch schon fest. Peter Parkster vers. Christian Ritter. DAS dürfte spannend werden. Peter Parksters text über den gefallenen Superhelden schaffte es leider nicht, vermutlich nicht der perfekte Text für ein Finale gegen Christian Ritter. (Auch wenn ich ihn klasse Finde:

Christian Ritter holte dann das Ding nach Hause:

Natürlich gab es auch dieses Mal wieder deutlich mehr Fotos als die oben gezeigten sollte der ein oder andere also die Lust verspüren sich den ganzen Slam als Diashow anzusehen, der möge einfach diesem Link folgen und sich bequem zurücklehnen und geniessen.
Wer lieber gezielt einzelne Fotos betrachten, dem sei die Galerie empfohlen.
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mehr grün
Nein, ich mag nicht immer Jammern. Nicht jammern über nervigen Reitzhusten der mich die Nachtruhe kostet, über die Grippe die nicht enden will. Vielemehr möchte ich mich erfreuen, erfreuen an den weiteren Vorboten des nahenden Frühlings:
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good start…
Das ich als Mister Morgenmuffel in Perfektion mal schreiben würde, das beste an einem Tag sei der frühe Morgen gewesen, DAS hätte ich so nicht geglaubt. War aber tatsächlich so. Den der heutige ersten Arbeitstag nach Krankheit hatte es wirklich in sich.
Kopf immer noch dick, und ganz schön neben der Kapp erst mal nach Neuburg düsen. Dann 3 Kunden besucht und bis weit hinter Augsburg unterwegs. Um 17.00 Uhr hatte ich dann einen privaten Termin in Nürnberg. Viel zu spät in Neuburg losgekommen, Regen, Stau. 17.15 dann wieder in Nürnberg. Der Kopf schier am platzen.
Was jetzt eigentlich so gut war an dem Morgen ?












