• erlebtes

    keine Zeit, falsches Objektiv

    Und das bei dem unglaublichsten Sonnenaufgang seit vielen Wochen. Onkel Crosa schon 10 Minuten zu spät, kein geeigneter Platz mit schönem Blick, zähfliesender Verkehr. Die versuchung wird zu gross. Blinker rechts, Gehsteig, durch die Frontscheibe:

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    schnell weiter, die Uhr tickt wie blöde, der Himmel so schön. Fuck, würde ich mal zeitig aus dem Bett kommen, hätte ich eine ganze Speicherkarte verknipsen können. Egal, ich muss weiter. Auf der Brücke, die Ampel rot. Fenster runter, Kamera wieder aus der Tasche. Auslösen, bisschen nach links, auslösen. 50mm sind am Crop etwas lang für Landschaft, zeit zum Wechseln auf 17mm, keine Chance, schnell weiter, bereits 12 min zu spät:

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    Diese Momente sind es die wohl nur eine Unterschrift verdienen: Bunt ist das Dasein, und granatenstark, volle Kanne Hoschi 🙂

  • erlebtes,  Natur

    Faszination Garten

    Stand heute auf dem Programm, nein, nicht etwas Laub zusammenrechen (das steht auch noch an :(), nein, eine weitere Gartenausstellung. Ich war ja anfangs etwas skeptisch, das Thema Gartenausstellung gab es ja die letzten Wochen des öfteren. Doch ich wurde sehr angenehm überrascht. Gut erstmal unangenehm, das kleine Stück A3 wieder mal Stau. Da frag ich mich gleich wieder ob es sinnig ist für 23 km vom HBF zum Flughafen 1.86 Milliarden (gut, kosten wird es eh das doppelte) EURO auszugeben, solange Autobahnen wie die A3, die so ziemlich an jedem Teilstück das ich irgendwann mal zwischen Würzburg und Passau befahre grundsätzlich staubedingt verstopft sind und denen eine Ausbau auf 6 Spuren sicher besser täte.

    Aber zurück zu Faszination Garten 😉 kaum in Weingartsgreuth angekommen gab es erstmal nur Autos zu sehen, doch das Event selber entschädigte für alles. Natürlich, es war proppenvoll, aber durch die sehr verwinkelt angelegten Freiareale und vor allem durch die wirkliche tolle (NEIN, ich werde jetzt nicht Location sagen) Anlage war ich restlos begeistert. Es gab das übliche Programm, Pflanzen satt, Schrott und Steinkünstler, Verpflegung, bisschen Musik und jede Menge Grün 🙂

    Ein paar Bildchen gab es natürlich auch:

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  • erlebtes

    In der Not…

    …frisst der Teufel fliegen, so heisst doch glaube ich ein altes Sprichwort. So ähnlich erging es mir an unserem letzten Kurzurlaubreisetag. Schon nach dem Frühstück begann es Bindfäden zu regnen. Auf dem Weg zurück nach Nürnberg gab es dann noch einen kurzen Stopp in Paussau, sightseeing quasi. Dank des immer noch fies von oben runter regnenden Niederschlages, hatte ich keine Lust die schöne Crumplertasche (die leichte Ausgehtasche für die Canon) einzuweichen, lies sie also lieber mal im Auto. Was sollte es bei diesem Mistwetter auch fotografisch festzuhalten geben.

    Ich lag ja auch erstmal richtig. Doch als wir uns dann den Passauer Dom von innen angesehen hatten, ja genau, da hab ich sie ziemlich arg vermisst. Da musste ich dann notgedrungen zur Sony greifen, ISO auf 400 rauf und möglichst wenig wackeln:

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    gut, die 100% Ansicht rausche wie blöde, aber als „Erinnerung“ taugt es alle mal.

    Und beim Durchsehen der Sony -Fotos fand ich dann auch noch ein Foto vom Man behind the Cam:

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  • erlebtes,  Natur

    Resteverwertung Bayerischer Wald

    So, heute morgen hab ich mich mal durch die restlichen Fotos vom Kurztrip gemacht. Ich konnte ziemlich deutlich feststellen wie sehr mich die Herbstfarben beeindruckt haben, mehr als die Hälfte der Fotos zeigten Blätter/Bäume in satten Herbstkleid.

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    Eine Begegnung mit einer Herde Rehe hatte ich im Beitrag von Tierpark 1 noch unterschlagen, ich war nur etwas spät mit dem Kamerazücken, so sehr begeisterte mich die freie Tierhaltung, bis letztendlich die Canon dezent flüsterte *drück mich*:

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    Am Montag, als den zweiten Tag (gut der Sonntag zählt eigentlich erst mit der Ankunft um halb 4 ;)) gab es nach dem ausgiebigen Ausflug (7km können sich ganz schön ziehen…) im Tierpark in Neuschönau, gleich noch einen weiteren Besuch, im Tierpark II, nähe Zwiesel, im Ludwigsthal beim Haus der Wildnis. Der Besuch sollte eine absolute Sonderstellung einnehmen, war es doch tatsächlich der erste Besuch in einem Tierpark ohne ein einziges Foto eines Tieres. Ja, richtig gelesen. Doch jetzt kommt das eigentlich interssante an der Tatsache, es war nämlich trotzdem beeindruckend, und wunderschön.

    Hier wurde ebenfalls das Thema artgerechte Haltung gross geschrieben, und das bedeutet nun mal, die Tiere sitzen NICHT auf dem Präsentierteller. Riesige weitläufige, der natürlichen Umgebung angepasste Gehege, schade dass es so was so selten gibt. Nachdem es nur einheimische Tier gab, stelle man sich einfach vor, man nehme ein geeignetes, riesiges Gelände und baue einen Zaun darum. Anschliessend noch ein paar Wege. (keine Verkaufsstände, kein Kommerz) und das beste, das gesamte Gelände ist Naturschutzgebiet. Klasse Idee.

    Das schier niemals endende Wolfsgehege kann von einem imposanten Aussichtsturm aus begutachtet werden. Aufgrund der Grösse des Areals aber keine Garantie auf Sichtkontakt. (Wir haben 2 Wölfe ganz kurz zu Gesicht bekommen, aber nicht vor die Kamera):

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    Mir fällt es zum Teil immer sehr schwer eine Auswahl des geknipsten Materials zu treffen. Die Daten wollen schliesslich auch mindestens doppelt gespeichtert werden (eine Platte kann schnell mal kaputt gehen) Sicherlich landet deshalb auch die ein oder andere Perle im digitalen Lokus. Eines der Bilder die ich fast gelöscht hätte wurde 10 Minuten nach dem Hochladen bei Flickr gleich als Favorit eines Flickr-users ausgewählt, da bin ich ja froh dass ich es nicht gelöscht hatte:

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  • erlebtes,  Kamerastuff,  Natur

    unter Wölfen

    Der Montag begann perfekt. Gut ausgeschlafen, die Nacht zuvor dieser wundervolle Sonnenuntergang, erwartete uns ein traumhaftes Frühstück und gleich im Anschluss ging es in den Nationalpark Bayerischer Wald, zum Tier-Freigelände I bei Neuschönau Die erste positive Überraschung gab es beim Eingang: der Tierpark ist kostenlos. Einzig alleine die Parkgebühren sind zu entrichten.

    Im Laufe der letzten Jahre hab ich so manchen Tierpark besucht, aber einen derart Artgerechten habe ich bislang noch nicht gesehen. Für den „Fastfood-Fotografen“ ist das ganze natürlich eine Enttäuschung. Nix mit hinstellen, Foto machen und zum nächsten Gehege. Die einzelnen Bereiche sind wirklich Artgerecht und dementsprechend grosszügig angelegt.

    Am ersten Stop, dem Wiesengehege kam ich quasi schnell zum „Schuss“, die Herde stand in Sichtweite (zumindest wenn man ein 300mm Tele sein eigen nennt ;))

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    Am nächsten Stop, dem Luchsgelände sah die Sache schon ganz anders aus. Eine riesige steile Felslandschaft, kräftig eingewachsen mit unzähligen Verstecken bot sich uns dar. Natürlich stellt sich im ersten Augenblick so ein kleines „Schade, kein Luchs zu sehen“-Gefühl ein. Doch das dauert nur sehr kurz, schliesslich geht es ja darum dass sich der Luchs auch wohl fühlt, und nicht dass ich schnell ein Foto schiessen kann.

    Sehr interessant der Naturfotograf mit der 600mm (geschätzt) NIKON-Tüte und dem grössten und ausgeklügelsten Stativ das ich je gesehen habe. Das ganze erinnerte ich ein bisschen an Angeln. Stundenlang rumstehen und hoffe zum Schuss zu kommen. Ich war trotzdem begeistert, auch wenn ich erst mal keinen Luchs vors Tele bekommen hatte.

    Nach einem kleinen Anstieg kamen wir zu einem 2. Aussichtsplatz, der den Luchsbereich von oben einblicken lies. Hier stand dann die Canon Fraktion, mit einem, ich glaube ef 400 F2.8 LIS und einer EOS 1D Mark III:

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    Ok, Neid ist keine so tolle Eigenschaft, aber ich war verdammt neidisch, ich kann allerdings gar nicht sagen auf was ich mehr neidisch war, die Kamera oder das Objektiv ^^ Der erfahrenere Fotograf hatte den Luchs dann auch schon ausgemacht, aufstehen wollte er allerdings nicht. Ich hab dann trotzdem mal draufgehalten, schon alleine um mich an das tolle Gehege zu erinnern:

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    Der Herr Canon hat dann seine UMTS Karte an sein Sony-Notebook gesteckt und ein wenig gesurft. Wir sind dann mal weiter zum Wolfsgehege. Dort angekommen standon schon die nächsten Canonen im Anschlag:

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    Und dann hatten wir einfach riesen Glück, auf dem Wolfsgehege, das in der Relation zum Luchsgehege sogar noch ein Stück ausladender bemessen war, tat sich was. Ein 4×4 Pickup fuhr rückwärts an einen grossen Felsen und klatschte mal lässig 40 Kg rohes Fleisch hin. Natürlich dauerte es nicht lange und die ersten hungrigen Wölfe kamen zur futtern:

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    Sehr interessant war das unterschiedliche Fressverhalten. Ein Alphatier lies sich nicht ausmachen, ich bin deshalb von unterschiedlichen, willkürlichen Fütterungszeiten ausgegangen. Die rangniedrigen Tiere hatten demonstrativ ihren Schanz komplett zwischen den Hinterläufen eingeklemmt um ihre Unterwürfigkeit zu zeigen.

    Die Lichtverhältnisse waren sehr schwierig, die Anlage lag fast komplett im Schatten. Sehr beeindruckend auch das Dauerauslösegeräusch der Profikams um mich herum, das ganze erinnerte etwas an diverse Schnellfeuergewehre.

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    Sehr praktisch fand ich auch den „Lastenhund“ der für den Getränketransport zuständig war:

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    Das wundervolle Farbenspiel der zahlreichen Laubbäume hat mich erneut verzaubert und dem entsprechend oft clickte auch der Auslöser:

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