• Kamerastuff

    Leaks nerven irgendwie

    Heute ist für Olympus Fotografen der große Tag. Das neue Flaggschiff wird vorgestellt, die OMD E-M1X. Auf der Olympus Homepage gab es seit Monaten einen Counter und zu Letzt auch 3 Teaser Videos. Mit Spannung wartete ich bis heute Morgen um alle Features zu erfahren ?

    Nein, nicht wirklich. Das finale Design war bereits seit Wochen auf diversen Seiten zu bewundern. Ebenso die Kernfeatures. Irgendwie traurig. Klar, natürlich möchten alle möglichst früh wissen was da kommt, aber man fühlt sich auch ein wenig um die Überraschung betrogen wenn dann am Tag der offiziellen Veröffentlichung auf dem Papier alles genau so steht wie schon vorher auf diversen Leakseiten zu lesen.

    Einige Details sind dann aber zum Glück trotzdem nicht so klar gewesen. In diesem Video werden so ziemlich alle Geheimnisse gelüftet:

    Extrem Krass ist wohl der Stabi der wenn er zusammen mit einem Bildstabilisierten Objektiv benutzt wird 7,5 Stops schafft ! Abartig. Jetzt waren ja schon die 6,5 der E-M1 Mark II echt heftig. Und dann die Möglichkeit mit einem 20 Megapixel Sensor 50 Megapixel Bilder auf zu nehmen. AUS der HAND ! Vom Stativ sogar 80 Megapixel. Und der selbstlernende Autofokus, bei dem Objekte voreingestellt werden können. Autos zum Beispiel, oder Züge. DAS sind mal Inovationen ! Oder der “eingebaute” ND-Filter der Softwareseitig einen ND Filter simuliert.

    Wo waren solche Innovationen bei Canon oder Nikons Spiegellosen ? Aber die ich weiss jetzt schon was alle wieder sagen, geile Kamera, aber der Sensor ist zu klein. Ist er eben nicht. Klar, wer auf den Bildlook von Kleinbild bei Offenblende 1.4 steht ist da sicher verkehr. Aber der Rest ? Wie oft wird den tatsächlich abgeblendet weil der Schärfebereich eben doch zu schmal ist ? Und dann geht der Vorteil des großen Sensors eben doch wieder flöten. Bei MFT kann aber problemlos Offenblende verwendet werden. Freigestellt wird dann eben auch, nur ist dann auch wirklich ein scharfer Bereich zu sehen.

    Doch zurück zur Kamera. 3.000 EUR sind ein stolzer Preis, aber wenn ich mir ansehe was dafür geboten wird, absolut ok. Ich würde mir wünschen in diversen Pressegräben viele davon zu sehen. Auch wenn der Body jetzt etwas größer geworden ist, die Objektive sind einfach deutlich kleiner als bei Kleinbild. Und 840mm Kleinbild mit 1/30 ? Wird jetzt problemlos möglich sein 🙂

  • Kamerastuff

    Luminar 3 ist da :)

    Ich glaube ich habe Lightroom seit Version 1.1 genutzt. Ich habe gerne dafür Geld gezahlt. Ich habe verdammt viel Spaß mit dem Programm gehabt, da mir sehr schnell klar war, RAW das ist genau mein Ding. Vielen Leuten die Fotos machen ist das zu viel Action, sie möchten gleich das fertige JPG auf der Speicherkarte haben. Ich habe den Workflow immer geliebt.

    Dann habe ich mir meine Olympus Kamera gegönnt und meine Version 5 hat die EM5 Mark II nicht mehr unterstützt. Also habe ich Version 6 gekauft. Nicht wegen den neuen Funktionen. Doch schon beim Kauf bekam meine Liebe zu Lightroom einen Dämpfer. Adobe wollte mir ein Abo-Model andrehen. 13,- EUR im Monat ! Gut, Photoshop ist auch dabei. Wer also Photoshop verwendet bekommt da auf jeden Fall ein attraktives Angebot. Leider brauche ich Photoshop aber nicht !

    Somit rechnet sich das mit 13,- EUR im Monat für Lightroom für mich überhaupt gar nicht ! Version 6 war dann die letzte Version die ohne Abo käuflich zu erwerben ist. Pech wer eine neue Kamera hat die von Version 6 nicht unterstützt wird. Dann gibt es nur noch die Möglichkeit eines Abos.

    Für mich war es also Zeit ein wenig über den Tellerrand zu sehen. Sehr schnell bin ich auf Luminar gestossen. Die Testversion war auch wirklich toll. Leider gab es nur ein großes Problem: Luminar hatte keine Bildverwaltung. Ich habe seit 2006 jetzt 62.000 Bilder bei Flickr hochgeladen, mein Fotooutput ist also relativ hoch.

    Seit ca. 2 Monaten geistern aber die ersten Videos durchs Netz auf denen viele Fotografen die neue Version “Luminar 3” vorstellen. Und genau die hat jetzt endlich eine Bildverwaltung. Und zwar eine deutlich bessere als Lightroom. Überhaupt gibt es ganz viele Sachen die besser gelöst sind als in Lightroom.

    Und jetzt kommt es. Kein Abo ! 69,- EUR und 1 Jahr alle Updates. Und bis zum offiziellen Verkaufsstart 18.12.2018 (also Heute) noch 10 EUR Rabatt. Und bei vielen Fotografen gab es in den Videos noch einen zusätzlichen Promo-code mit weiteren 10,- Rabatt. Mit dem Code konnte dann sofort mit Luminar 2018 losgelegt werden. Das Update auf Version 3 inkl. 1 Jahr aller Updates ist im Preis inbegriffen.

    Und heute wurde die Aktion nochmals um 24 Stunden verlängert. Ich habe heute Morgen gleich auf Version 3 upgedatet und bin erstmal glücklich. Natürlich wird es noch etwas dauern bis mir alles in Fleisch und Blut übergeht, aber ich bin von den Möglichkeiten schwer begeistert. Es gibt sehr viele Filter die einem das Leben leichter machen. Noch dazu sind diese intelligent. Es gibt einen “Himmel-Filter” bei dem ich dem Programm gar nicht sagen muss wo der Himmel in meinem Bild ist, einfach den Regler nach rechts. Oder die Möglichkeit Sonnenstrahlen in ein Bild einzufügen. Die Anzahl der Strahlen ist wählbar, die Position auch. Nichts maskieren, nichts mühsam auswählen.

    Hier mal ein Bilder der Oberfläche von Luminar mit einem Bild in der Bearbeitung:

    Luminar 3

    Hab ich euere Interesse geweckt ? Dann sehr euch mal dieses Video an:

    Ein paar mehr Einblicke der Möglichkeiten gibt es in diesem Video:

    Und die Leser ? Benutzt Ihr Lightroom ? Kennt Ihr Lumina ? Schon mal ausprobiert ?

  • Kamerastuff

    Hyperion Camera Straps

    Kameragurte sind für fotoaffine Männer vermutlich genau so vielfältig wir Handtaschen für Frauen. Ich meine bei so einem DSLR-Plastikbomber ist das Design ja oft gar nicht so ausschlaggebend. Hier sind bequemer Tragekomfort und Haltekraft oft eher entscheidend. Viele benutzen auch den Original-Gurt. Gerade im Kleinbildsegment wird ja gerne mit dem teuren Modellnamen der grundsätzlich im Originalkameragurt eingestickt ist um Aufmerksamkeit gebuhlt.

    Meine Kamera ist eher klein. Aber ich finde den Retrolook immer noch rattenscharf. Die Kombi Silber-Schwarz überzeugt mich immer noch.

    Zuletzt hatte ich einen schlichten braunen Ledergurt. Doch als ich auf die Seite von Hyperion Camera Straps gestossen bin musste ich so ein Ding haben. Lange war unklar welche Farbe. Jetzt ist es rot geworden. Farblichen Akzent setzen und so.

    Heute ist das Ding gekommen:

    Hyperion Camera Straps

    (Im Original ist das Rot noch etwas dunkler als es auf dem Handy-Bild wirkt…)

    Das Material fasst sich großartig an. 17 Dollar ist ein mehr als fairer Preis. Mal sehen wie sich der Gurt so im Dauereinsatz bewährt…

  • Kamerastuff

    Die Wahrheit über Micro Four Thirds

    Als Olympus und damit Micro Four Thirds Benutzer braucht man gelegentlich ein etwas dickeres Fell. Wie kann ich nur mit einem so kleinen Sensor Fotos machen, wo doch nur Vollformat das einzig Wahre ist. So ähnlich habe ich ja früher auch gedacht. Erst neulich wieder auf einem Geburtstag:

    Steht eine Canon 6 D mit Sigma 24-70 2.8 Art rum. Die wird bewundert. Was für eine tolle Kamera. Ist ja auch groß und sieht teuer aus. Meine ist klein und sieht nicht teuer aus. Billig war sie aber auch nicht. Und mein 12-40 2.8 auch nicht. Übrigens eine Pro-Linse. Rattenscharf bei Offenblende. Egal, wird nicht wahr genommen. Hat auch Vorteile. Ausserdem zählen die Ergebnisse 😉

    Jedenfalls gibt es zu dem Micro Four Thirds System eine Menge Vorurteile. Hier hat jemand mal sehr unterhaltsam mit vielem davon aufgeräumt. Zugleich wird erzählt wie es zu dem Namen kann. Sehr interessant, ich muss gestehen ich dachte eigentlich auch es hat mit dem Sensorformat zu tun, also mit dem Seitenverhältnis Breite zur Länge, also 4 zu 3. Von wegen 😉 Neben bei wird das Thema Crop-Faktor sehr anschaulich und Verständlich erklärt.

    Kurz gesagt: Sehenswert !

  • Kamerastuff,  technisches

    Auf Wiedersehen Spiegel

    Diese Woche ist passiert auf was ich seit längerem gewartet habe. Nikon hat 2 Vollformat Kameras ohne Spiegel vorgestellt. Lange Zeit hatte Nikon das Feld kampflos Sony überlassen. Die Alpha 7 war neben der Leica lange Zeit die einzige Alternative zur klassischen DSLR im Vollformat.

    Für was ist eigentlich der Spiegel da ? Vor des Drückens des Auslösers wird über einen Klappspiegel das Bild im Sucher direkt durch die Linse geleitet. Quasi Analog und ohne Qualitätsverlust. Durch Drücken des Auslösers klappt der Spiegel nach unten, der Verschluss öffnet sich und das Licht tritt durch die Linse auf den Sensor.

    Seit Jahren ändert sich dieses System bei “Systemkameras” oder auch DSlM Kameras. Hier fehlt der Spiegel komplett. Durch den fehlenden Spiegel wird natürlich deutlich weniger Platz in der Kamera benötigt. Dadurch verringert sich das so genannte Auflagemaß, das Objektivbajonett wandert weiter in die Kamera, diese wird dadurch schlanker. Ein weiterer Vorteil: Durch das geringere Auflagemaß lassen sich mittels Adapter fast alle DSLR Linsen adaptieren. Je nach Preis ist das sogar mit Autofokus möglich, meist aber eher manuell.

    Viele günstige Systemkameras hatten nur ein vom Liveview bekanntes Sucherbild auf dem TFT-Bildschirm der Kamerarückseite. Hier ergaben sich natürlich einige Nachteile gerade bei Sonneneinstrahlung usw. Ein elektronischer Sucher sah lange aus wie ein schlechtes VHS Bild aus den 80er Jahren.

    Inzwischen stehen die elektronischen Sucher den optischen aber in fast nichts nach. Anders als bei der DSLR mit Spiegel wird hier aber gleich das Bild angezeigt welches den aktuellen Einstellungen entspricht. Somit kann während des Betrachtens die Belichtung richtig justiert werden. Wenn das Bild gemacht ist, friert das Sucherbild kurz ein und das fertige Bild erscheint kurz im Sucher. Natürlich lassen sich alle wichtigen Daten im elektronischen Sucher einblenden. Das Histogramm zum Beispiel ist da eine wirklich sehr große Hilfe.

    Die Kamera muss also eigentlich gar nicht mehr abgesetzt werden.

    Natürlich glauben immer noch sehr viele Leute die große der Kamera wäre spiel entscheidend. Wer dann die Ergebnisse einer Sony Alpha 7 III sieht wird relativ schnell vom Gegenteil überzeugt.

    Nikon hat den Markt bislang komplett ignoriert. (Gut den Versuch mit der 1er Serie mit winzigem Sensor mal abgesehen, die Serie ist aber längst ein Auslaufmodell) Bei Canon sieht es genau so aus. Gut, für Coop-Sensor gibt es die M-Serie. Die ist aber weit weg von einer Pro-Kamera.

    Jetzt hat Nikon Vollgas gegeben. Nicht nur dass 2 spiegellose Vollformatkameras vorgestellt wurden, nein, es gibt gleich ein neues “Z” genanntes Bajonett welches einen größeren Durchmesser hat. Die letzten 60 Jahre gab es kein neues Bajonett. Canon war hier etwas früher dran, das komplett neue EF-Bajonett wird 1987 vorgestellt. Canon hatte hier seit 1987 einen größeren Durchmesser und damit auch die Möglichkeit lichtstärkere Objektive zu konstruieren. 50mm mit F 1.2 oder 85 1.2. Nikon tat sich hier schwer und so war meist bei F 1.4 Schluss.

    Ich bin sehr positiv überrascht, hier gibt Nikon mit den 2 Modellen Z 7 und Z 6 Vollgas und steigt mit absoluten Profimodellen spät aber mit Paukenschlag in den spiegellosen Markt ein. 24 bzw. 45 MP Auflösung was will man mehr.

    Ich bin sehr gespannt wie lange es dauert bis all die Nikon Leute die bislang die Spiegellosen belächelt haben die Vorteile erkennen und nutzen. Die Größe der Kamera ist eben nicht der Garant für die maximale Bildqualität. Wörtlich gesprochen könnte man auch von viel heißer Luft die im Gehäuse steckt sprechen. Gerade im Consumerbereich verstehe ich den Spiegel schon mal gar nicht, zumal wirklich viele Leute sogar mit Liveview fotografieren und die Kamera dabei wie eine Handy oder ein Kompaktkamera halten.

    Ich mag den Blick durch den Sucher und nutze diesen auch zu 98 %. Aber bei der aktuellen Bildqualität bietet der optische Sucher durch den Spiegel keinen wirklichen Vorteil.

    Allerdings wird Nikon die Physik auch nicht umbiegen können. Die Kameras werden deutlich kleiner, die Linsen aber nicht. Großer Sensor – Großes Glas.

    Ich habe mich ja im Oktober letzten Jahres quasi vom Spiegel und auch von Nikon getrennt und bin zum einzigen echten kleinen System gewechselt: Olympus. Klar ist der Micro Four Thirds Sensor kleiner. Natürlich gibt es weniger Tiefenschärfe. Aber auch mehr Schärfe bei Offenbarende, deutlich kleinere Objektive und vor allem leichter zu rechnende Objektive die einfach besser abbilden.

    Ausserdem gefällt mir die Kamera einfach saugut:

    Em-5 Mark II mit 12-40 2.8 Pro

    Ich mag daher keine Diskussion vom Zaun brechen, aber ich behaupte jetzt einfach mal mit Nikons Einstieg ist der Spiegel Tot. Canon wird setzt sehr schnell folgen, vermutlich hat die Entwicklungsabteilung bereits ein fertiges Produkt und hat nur auf Nikon gewartet. Der Markt wird sich ändern und das ist auch gut so.

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