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jetzt gehts wirklich los..
Am Samstag hab ich das erste echt Blümchen entdeckt und mich gefreut wie ein Wolf. Mehr gibts hier und heute nicht zu sehen, hab den „Höllentag“ hintermir, auch wenns saugeil war 🙂 Vielleicht gibts hier morgen mehr Input 🙂
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Theater
Gestern Abend gab es Theater. Nein, keine Angst, kein Stress mit Frau Crosa. Vielmehr die Premiere von Eine(r) stirbt immer im Schalk in Nürnberg. Michel Jakob, sonst als Moderator vom Poetryslam in Nürnberg und Fürth, oder selbst als Poet auf der Bühne, oder auch mal als die Hälfte der tExtremisten auf der Bühne hat sein erstes selbst geschriebenes Theaterstück zusammen mit Göksen Meine gezeigt. Regie führte Frau Wortwahl.
Drei Minidramen voller Liebe und Hass, voller Sehnsucht und Verzweiflung, voller Gewalt und Poesie und der Frage: Kann ein String-Tanga eine Beziehung retten?
Und dann ging es los, mit dem ersten Stück. Die Canon war nicht dabei. Sie hätte die zwei einfach zu stark abgelenkt, das klicken des Verschlusses. Also keine große Crumplertasche unter dem Stuhl und meine komplette Aufmerksamkeit:
Wer kennt sie nicht die kleinen Problem des Alltages nach etlichen Jahren Beziehung. Ein gelungener kurzweiliger Auftakt. Keine Pannen, keine Versprecher, 2 wirklich großartige Darsteller zeigen was sie können.
Natürlich darf ich jetzt hier nicht spoilern, aber das 2. Stück hat noch eines draufgesetzt. Wirklich sehr eindrucksvoll gespielt. Der äusserst freizügige letzte Moment des Stückes vor der Pause, mutig, mutig, der Michel. Das große Pauseschild dramaturgisch perfekt gesetzt. Auch die Idee die Darsteller am Ende der Pause bereits auf der Bühne zu sehen hat mir sehr gut gefallen, mehr wird aber jetzt nicht verraten.
Welch ein fulminanter Abschluß. Ich hätte niemals gedacht, dass Theater soviel Spaß machen kann. Göksen Meine und Michael Jakob haben nochmals eines drauf gesetzt, im 3. Stück. Ich war wirklich begeistert gestern Abend, und empfehle jedem sich das Stück unbedingt anzusehen:
28.03.2009 um 20 Uhr: Kofferfabrik Fürth, Lange Straße 81, 1.OG (Theaterraum)
04.04.2009 um 20 Uhr: Kleinkunstbühne Der Schalk Nürnberg, Äußere Bayreuther 70
09.04.2009 um 20 Uhr: Kleinkunstbühne Der Schalk Nürnberg, Äußere Bayreuther 70
10.04.2009 um 20 Uhr: Kofferfabrik Fürth, Lange Straße 81, 1.OG (Theaterraum)
11.04.2009 um 20 Uhr: Kofferfabrik Fürth, Lange Straße 81, 1.OG (Theaterraum)
15.04.2009 um 20 Uhr: Kammerspiele Ansbach, Maximilianstraße
Noch nicht sicher ? Einfach noch mal den Trailer ansehen und sich überzeugen lassen 😉
Eine kleine Überraschung gab es auch für die Premierengäste, der ensemble 2.0 Sticker. Natürlich kam der gleich auf meine Jacke:
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Projekt 52, Woche 11: Küchenkultur
Ich muss gestehen, so recht konnte ich eingangs nichts anfangen, mit dem Begriff Küchenkultur. Ich hatte shcon überlegt Frau Crosas Küchenbücher zu fotografieren. Aber wie bekomme ich über 200 Küchenbücher auf ein Foto ? Nach längerem Grübeln. (Knapp eine Woche ;)) hab ich mich dann für die alten (auf alt gemachten) Blechdosen entschieden: -
Poetryslam K4, Reihe 2: Mitte.
Am Donnerstag war wieder Slamzeit. Im K4 stand ich bislang meist rechts der Bühne, im Gastrobereich, um mit der Canon das Geschehen einzufangen. Gerstern dann in der 2. Reihe, genau in der Mitte. Da die Bühne etwas erhöht ist, also von unten, quasi. Leider ist das Mikrofon das ein oder andere Mal im Weg, dafür gibt es aber auch die Möglichkeit Gesichter wirklich Bilderfüllend abzubilden, und damit auch Emotionen maximalst einzufangen.
Doch genug der Fotografiegelaber, her mit den Fotos. Wie immer in Nürnberg und Fürth führte Michel Jakob souverän durch den Abend:

Featured Artist waren diesen Abend k.u.k. leichtvers.stört : Wehwalt Koslovsky und Frank Klötgen. Lyrisch wirklich vom allerfeinsten, und vor allem fotografisch gesehen eine absolutes Auslösehighlight. Als Bild- und Stimmungseinfager gibt es natürlich nichts schöneres, als Poeten die so mit ihrer Mimik spielen:
Neftalie hatte dann leider das Pech als erster von der Poetenfee aus dem Hut gezaubert zu werden, und eröffnete somit als erster Poet den Wettbewerb. Unglaublich welch wundervoller Text sich aus einer einfachen Duschbrause zaubern lässt:

Keinohrhasen kann man mögen oder nicht, als Glücksbringer (?) macht das Ding auf der Bühne jedenfalls einen guten Eindruck:

Felix Kerns Text über Spammails habe ich erste falsch eingeschätzt. Mein erster Gedanke war: Schon wieder ein Text über Spam. Doch PENISENLARGEMENT NOW ! und die Bewunderung für feste große Penise und Penispumpen wurde so „authentisch“ vorgetragen, einfach ein Augen und Ohrenschmaus:

Verena Adamik hatte ich beim Kampf der Geschlechter im Januar schon im K4 gesehen, und lieben gelernt und auch dieses mal nahm mich Ihr Text über Fabelwesen die beim schreiben von Texten erscheinen mit auf die Reise:

Michels im Frankenslam-Forum angekündigtes „schickes T-Shirt“ verdient hier auf alle Fälle einen Ehrenplatz. Der Hulk rult einfach 🙂

Peemaster Grand hatte ich in Erlangen mit einem sehr traurigen Text schon mal gesehen. Seine Geschichte über eine Taxifahrt hatte auch wieder diese ganz besondere Sprachrythmik:

Peter Parkster. Seit seinem Auftritt mit Micheal Jakob als die tExtremisten einer meiner Lieblingspoeten. Ohne Text freivorgetragen einfach ein Gedicht. Sein Scheisstag hatte es in sich. Lieblingsstelle im Bus vom Jamba Klingelton gefickt:

Jacqueline Prey. Das erste Mal auf der Bühne, und Ihren Text so sicher vorgetragen als würde sie jeden Tag auf der Bühne stehen:

Nach der Pause noch mal k.u.k. leichtvers.stört mit der Vortsetzung von J.W. Goethes Der Becher:

Tifa. Genau so wie im Koffer, als ich sie das erste Mal gesehen habe, hier in Nürnberg ein Augenschmaus. Ihr Text kombiniert mit Gesangseinlagen:

Tobias Ludolph hatte ich zuvor noch nicht gesehen/gehört. Sein Text über die Erfahrungen beim Schuhekaufen mit der liebsten, mitten aus dem Leben gegriffen:

Christian Ritters Text über den Roman aller Romane der letztendlich in der Badewanne in einem Feuer endete hatte ich am vergangenen Sonntag in Erlangen bereits gehört. Aber gute Texte treffen beim zweiten Mal hören noch genauso. So wie eben auch in diesem Fall:

Und dann stand das Finale auch schon fest. Peter Parkster vers. Christian Ritter. DAS dürfte spannend werden. Peter Parksters text über den gefallenen Superhelden schaffte es leider nicht, vermutlich nicht der perfekte Text für ein Finale gegen Christian Ritter. (Auch wenn ich ihn klasse Finde:

Christian Ritter holte dann das Ding nach Hause:

Natürlich gab es auch dieses Mal wieder deutlich mehr Fotos als die oben gezeigten sollte der ein oder andere also die Lust verspüren sich den ganzen Slam als Diashow anzusehen, der möge einfach diesem Link folgen und sich bequem zurücklehnen und geniessen.
Wer lieber gezielt einzelne Fotos betrachten, dem sei die Galerie empfohlen.
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der Turm
Ja, Nürnberg und der Businesstower. Das ist auch so eine Geschichte. Braucht eine Versicherung so einen Protzpalast mit Hubschauberlandeplatz ? Auf jeden Fall erklärt es, warum Versicherungen immer teurer werden. Architektonisch gesehen ist die Nürnberger Versicherung, zumindest für Nürnberger Verhältnisse sicher ein sehenswertes Gebäude, doch irgendwie steht es für mich auch für Klotzen und Protzen, Machtwahn und Allmachtsfantasien. Seht her, ICH habe den grössten…
Der Turm prägt das Erscheinungsbild der Stadt. Er wird gerne für das neue Nürnberg hergenommen, als Aushängeschild des „Technologiestandortes“. Sogar auf diesem Autobahnschild, auf dem bislang nur die Burg zu sehen war, taucht das Türmchen auf.
Genug gemeckert. Abends sieht er schon irgendwie schön aus, wenn er so angestrahlt wird:











