• erlebtes

    Sprachprobleme

    toilette
    Passiert gestern in Katwik/Holland am Strand, genauer auf der Männertoilette. Ich denk mir nix böses, öffne die Tür und will schnurstracks zum Urinal. Kaum habe ich die Tür geöffnet, sehen mich große Kinderaugen an. Ich sehe mir den Knirps an: Vielleicht 6 oder 7 Jahre alt und herunter gelassene Hosen. Ein gewaltiger Wortschwall holländisch fliegt mir entgegen. Wild gestikuliert er dazu in Richtung der Kloschüssel. Verzweifelt versuche ich im auf englisch klar zu machen das ich kein Wort verstehe. Eine ziemlich dumme Idee, er versteht natürlich genauso viel wie ich von seinem Holländisch. Er redet und redet und deutet auf die Kloschüssel. Schnell wird mir klar das wir so nicht weiterkommen.

    Zum Glück öffnet sich die Tür und ein ältere Mann will die Toilette betreten. Er sieht erst mich, dann den kleinen mit seinen herunter gezogenen Hosen . Ein kleines „Oh…, sorry“ und der Mann will die Toilette verlassen. Ich halte ihn zurück und erkläre ihm auf Englisch das der kleine ein Problem hat und verlasse erleichtert die Toilette. Ich bin mir selten so hilflos vorgekommen.

  • erlebtes

    Kaleidoskop Philipp Retingshof

    So, jetzt stellt euch mal vor Ihr kommt nach Hause. Wie immer schnurstracks zum Briefkasten. 2 Briefe drin. Einer ohne Absender. Eure Adresse handschriftlich geschrieben. Auf der Briefmarke der Stempel Briefzentrum 10. Hm. Na ja, vielleicht was persönliches ? Jedenfalls setzt Ihr euch hin und öffnet den Brief.

    In den Kuvert ist ein Photo. Auf der Rückseite ebenfalls Handschriftlich “ für Jörg !“ Jetzt dreht Ihr das Photo um uns seht ein schlechtes Photo vom Blick durch ein Kaleidoskop.
    Kaleidoskop
    Genau jetzt seit Ihr in der Situation vor der vor 20 Minuten war. Natürlich hab ich mir das Photo genau angesehen. Es hat nicht lange gedauert und ich hab eine Internetseite entdeckt. Ungefähr genauso versteckt das man sie realtiv schnell findet:

    www.philippretingshof.de

    Hm. ich dachte an eine originelle Einladung zu einer Feier. Wobei der Bezug zu dem abgebildeten Kaleidoskop-Blick wollte mir so überhaupt nicht einfallen. Die obige URL verweist auf einen Restaurator aus Berlin der von einer seltsamen Geschichte schreibt. Er hätte eine Todesanzeige einer Kundin im Briefkasten gefunden.

    Nach dem Stöbern in den Kommentaren der Internetseite hat sich mein Verdacht verhärtet das es sich offenbar um eine Art Medienspiel handelt.

    Hier und Hier wird ähnlich gedacht. Der Blog von Philipp Retingshof beginnt im Februar 2006. Die Einträge bis Juli sind in ihrer Anzahl doch sehr spärlich. Ab Juni wird es besser. Die Seiten sehen aus als dienten sie nur dem Zweck der versteckten Anleitung für ein wie auch immer geartetes Medienspiel.

    Was auch immer genau dahinter steckt, die Ausführung mit der Karte und dem versteckten Link darauf hat es tatsächlich geschafft den heute Mittag erstandenen DVD-Recorder erstmal in der Ecke liegen zu lassen 😉

    Was auch immer dabei raus kommt, die Idee ist genial. Dieses Grübeln, die 1000 Gedanken die einem durch den Kopf schießen wenn man die Internetadresse eintippt um herauszubekommen wer dahinter steckt, Hut ab.

  • erlebtes

    Knallfrosch

    Ein 14-jähriger gefangen im Körper eines 34 jährigen. Manchmal trifft es einfach immer noch zu. So wie eben, oder besser wie eigentlich immer wenn ich im Versand bin. Dann lauf ich an dem großen Karton vorbei. Besagter Karton ist immer mindestens halbvoll mit diesem genialen Verpackungsmaterial
    Verpackungsmaterial
    Eine innere Stimme (die des 14-jährigen) befiehlt mir dann so ein Teil in die Hand zu nehmen und es solange zusammen zu drücken bis es laut knallt. Jedes mal überkommt mich dann eine schwer zu beschreibende innere Befriedigung.

  • erlebtes

    John Williams „StarWars“ im Regen

    Nein keine sinnflutartigen Regenfälle, zum Glück nur ein beständiges tröpfeln. Umgeben von Regenschirmen, Regencapes oder einfach nur aufgeschnittenen gelben Säcken bietet sich dem interessierten Zuhörer ein völlig anderes Bild als noch vor knapp 2-Wochen bei den Nürnberger Philharmonikern. Positiver Nebeneffekt, etwa die Hälfte der Besucher und somit wesentlich bessere Sicht auf die Bühne. Der versierte Leser ahnt es bereits, es stand wieder mal Klassik im Park auf dem Programm. Aufgrund des schlechteren Wetters allerdings nur geschätzten 20.000 Leuten.
    Klassik im Park
    Mir persönlich liegen die streicherlastigeren Symphoniker wesentlich mehr als die Philharmoniker. Mit Carl Orffs Carmina Burana begann das Spektakel dann ganz nach meinem Geschmack. Der mitgebrachte Picknickkorb bestand heute aus selbstgemachtem Zwiebelkuchen und Bratwürsten.
    Und dann kam der große Moment: John Williams: StarWars

    Seit mich dieses filmische Meisterwerk Ende der 70 für immer geprägt hat löst diese Musik wohlige Schauer in mir aus, die Nackenhärchen stellen sich hoch und es scheint als würde ich abheben ein eine weit entfernte Galaxy.
    Was auch immer nach den 20 Minuten Pause kommen würde, mein Highlight ward nicht mehr zu topen.
    Und genau so passierte es dann auch. Der Bolero zum ausklingen des schönen Abends war nahe daran, aber doch noch Meilenweit entfernt

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