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Auf dem Rücken..
Eines Kameles bin ich vor vielen Jahren schon mal gesessen. Doch das war irgendwie anders. Das Kamel sass auf dem Boden. Auf dem Sattel waren zwei große Körbe montiert, einer quasi auf der linken, einer auf der rechten Seite.
Ich saß auf einem der Körbe, meine damalige Freundin auf dem anderen Korb. Das Aufsitzen war einfach, das Wüstenschiff saß ja auf dem Boden.
So ähnlich hatte ich das im Tunesienurlaub auch erwartet. Doch ich sollte mich täuschen. Die edlen Reittiere standen alle schon. Schön hintereinander aufgereiht. Keines unten am Boden:
Die gute alte Räumerleiter musste zum Aufstieg herhalten. Wirklich sehr spannend. Ich hatte die Sitzhöhe der Kamele etwas unterschätzt. Auch den abenteuerlichen Sattel ohne Haltegriff… ^^
Das folgende Foto ist vom Kamel aus aufgenommen, gar nicht so einfach, bei all dem Geschaukel:
Ich kann mich noch genau an die ersten 30 Sekunden auf dem Rücken des Reittieres erinnern. Mit tat sofort alles weh. Zum Glück wurde das aber schnell besser. Etwas weiter nach hinten gerückt war es gar nicht so unbequem. Auch an das Schaukeln gewöhnte ich mich recht schnell.
Beim ersten Zwischenstop wurden dann auch jede Menge Quatschbiler gemacht:
Dem kleinen Herrn Crosa war das alles nicht wirklich geheuer, aber zumindest für kurze Zeit nahm er tapfer vor mir auf dem Sattel platz.
Der Ausblick links und rechts des Weges war dann eher recht langweilig. Olivenbäume wohin das Auge blickt:
Trotzdem war die Kameltour eine wirklich tolle Erfahrung. Hätte ich noch eine Mütze auf meinem Kopf gehabt, vielleicht wäre mir der Sonnenstich erspart geblieben…
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Reinzoomen
Ich war je einige Jahre mit einer Vollformatkamera fast nur mit Festbrennweiten unterwegs. Meine Devise lautete fast ausschließlich: „Blende möglichst weit auf“ Freistellen, Freistellen, Freistellen.
An meiner Liebe zum Freistellen hat sich wenig geändert. An meiner Kamera schon. Die gute alte 5D kam in die Jahre und der Wunsch nach einer Kamera mit ein wenig mehr technischer Unterstützung wurde laut. Als Vater eines fast 1,5 jährigen Sohnes ist das Budget einfach sehr, sehr begrenzt.
Es ging also zurück zum Crop-Format. Eine wirklich spannende Erfahrung, das kann ich euch sagen. Der Schritt ist ja aktuell genau anders herum. Als Marketing-Gegenschlag zu den immer beliebteren Systemkameras versuchen die großen 2 Vollformat zum heiligen Gral zu machen.
Ich mag da jetzt aber nicht darauf eingehen, vielmehr MEINE Erfahrungen mit dem Schritt „zurück“ etwas näher belichten. Meine alte Vollformat hatte 12 Megapixel, die neue 24 MP
Die alte hat alles Verziehen, hat gezaubert, hat Objektive aufgewertet die gar nicht so toll waren.
Die neue verlangt eher genaues Arbeiten, verzeiht sehr wenig Fehler, zumindest wenn die Blende ehr offen ist. Doch man lernt sich kennen. Geniesst die Vorteile, wie die tolle Iso-Automatik, das schwenkbare Display, die Handlichkeit, das geringe Gewicht.
Auf der Modellbaumesse bin ich zuerst mit dem Nikon AF-S Nikkor 50mm 1:1,4G Objektiv
rumgerannt. Nach dem Mittagessen, also ungefähr zur Halbzeit hab ich dann das 18-105 Zoom vor die Nikon geschraubt. Ein Objektiv welches ich zu Zeiten meiner 5D für Teufelszeug gehalten hätte. Viel zu Lichtschwach, geht gar nicht.Ich habe dann genau 2 Szenen nochmals fotografiert die ich zuvor mit dem 50 1.4 abgelichtet hatte. Was stellte ich fest ? Die weiter geschlossene Blende tat dem Foto gut, der Schärfebereich war mit Blende 6.3 wesentlich brauchbarer. Gut, die Brennweite hatte sich deutlich erhöht, mit 90mm:
Doch das Bild wurde genau so wie ich es eigentlich haben wollte. Ich hatte einfach meine Scheuklappen auf, war der Meinung mehr als 2.8 in der Halle wären zu viel, mehr als Blende 2.8 würde nicht mehr freistellen.
Genau das Gegenteil war der Fall. Das Bild brauchte die geschlossenere Blende um einen größeren Bereich scharf zu stellen um mehr der einzelnen Figuren zu erwischen.
Im zweiten Bild war es noch krasser:
Der Ball wurde überhaupt erst mit Blende 6.3 „sichtbar“ zuvor war entweder Ball oder Spieler scharf, niemals beide. Natürlich wäre noch mehr Blende bei dem Bild noch besser gewesen. Doch das erkennt man oft erst auf dem Monitor zu Hause. Ich war allerdings schon bei 1/320. Gut, ich hätte auch den VR nutzen können, das wäre sicher auch mit 1/50 noch was geworden. Doch ich hatte meine ISO-Automatik an. Die ist am Crop ein bisschen schärfer geschalten. Eben weil die 24 MP sehr genaues Arbeiten (ruhige Hand) benötigen.
Mit hat es wieder gezeigt, das Zoom mit dem großen Brennweitenbereich muss einfach öfter vor die Kamera, auch mal in Situationen in denen ich es eigentlich nie benützen wollte.
Ich glaube ich bin einfach doch eher der Tele-Typ. Schön nah ran, mitten rein ins Bild. DAS ist genau meins. 🙂
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Die flotte Biene
Puh, seit ca. einer Woche wird hier gespamt was das Zeug hält. Keine Ahnung warum das Plugin Akismet welches bislang sehr zuverlässig unerwünschte Kommentare hier fern gehalten hat mir das antut.
Ich habe jedenfalls keine Lust auf diesen blöden Spam und bin gerade zu Antispam Bee gewechselt.
Ich hoffe der Spuk hat jetzt wieder ein Ende…
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Kultur 1
10 Tage iste die perfekte Zeit für einen Sommerurlaub. Kosten/Nutzen liegt noch genau richtig. 14 Tage sind oft schon zu teuer, 7 Tage einfach zu kurz. Wir hatten in dem vergangenen Tuneesienurlaub das Glück genau diese 10 Tage „günstig“ zu erwerben.
Mit so viel Urlaubstagen stand ein paar Ausflügen nichts im Wege. Ein halber Tag Kamelreiten, ein halber Tag Tierpark und ein ganzer Tag Tunis, Karthago und Sidi Bou Said. Leider hatte ich am „Kulturtag“ noch mit den Nachwirkungen meines Sonnenstiches zu kämpfen. 17° Bus-Innen-Temperatur und 33° Aussentemperatur waren nicht wirklich hilfreich.
Die Fahrt nach Tunis war jetzt eher weniger spektakulär:
Der überall sichtbare Müll für unsere westliche Wohlstandsranzen eher befremdlich:
Der Verkehr in Tunis selber entsprechend der 2 Millionen Einwohner:
Ein paar schnelle Fotoschnappschüsse aus dem Busfenster:
Die Kathedrale von Tunis:
Ich hätte durchaus etwas mehr Weitwinkel gebrauchen können, 18mm sind einfach etwas lang. (Ein 16-85 hätte vermutlich grockt ;))
Vom „Marktplatz“ aus ging es dann in den Bazar:
Die Zeit verging natürlich wie im Fluge und wir wollten auf keinen Fall zu spät am Treffpunkt sein, also wieder zurück:
Zurück im Bus staunten wir dann nicht schlecht über das vermeintliche Hochhaus:
welches sich dann als Kreuzfahrtschiff entpuppte:
Teil 2 des Kulturtages mit Karthago folgt in Kürze…
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Wunder aus Papier
Beim Schlendern durch die Modellbaumesse in Mainz am letzten Samstag habe ich etwas mehr als erstaunliches gesehen. Gut, zuerste habe ich es eher übersehen. Neben all den tollen Dioramen waren etliche Modelle zu sehen die etwas anders waren.
Erst bei genauem Hinsehen erkannte ich das „Besondere“. Die gebauten Modelle waren schlichtweg aus Papier/Karton.
Bei einigen Austellungsstücken war das noch relativ leicht erkennbar:Bei der Eisenbahn konnte ich es kaum glauben:
Die Details des Panzers im Inneren waren schlicht Atemberaubend:
Star Wars war natürlich auch vertreten:
Bei den Schlachtschiffen fiel ich dann vom Glauben ab:
Doch das war noch lange nicht das Ende. Es ging noch krasser:
Und noch eine Steigerung:
Sensationell, was hier aus Papier gezaubert wurde. Da waren echte Künstler am Werk. Ich sehe schon, das war sicher nicht mein letzter Besuch auf einer Modellbaumesse…











































