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Meine erste Trauung
Klingt komisch, ist aber Tatsächlich passiert, ich in meiner ehemaligen Eigenschaft als Priester habe tatsächlich mal eine Trauung abgehalten. Wie ich gerade jetzt darauf komme ? Ein Zettel ist Schuld. Nicht irgendein Zettel. Nein. Der Zettel mit den Worten die ich mir als „Predigt“ zurecht gelegt hatte. Crosa ? Priester ? Hääääääh ? Spinnt der ?
Nein, ich spreche von meiner Zeit als Priester in dem Onlinespiel World of Warcraft. In diesem Spiel gibt es unter anderem verschiedene Klassen. In meinem Fall war das dann ein Heiler, im Spiel Priester genannt. Da es sich um ein Rollenspiel handelt (zumindest im weitesten Sinne, sicher nicht um DAS Rollenspiel ;)) besteht der Spielalltag eben auch aus gewissen gemeinschaftlichen Unternehmungen abseits des Monsterschlachtens und Quests erledigens.
Ein befreundetes Pärchen aus dem Spiel das auch im wahren Leben ein Paar ist, hatte dann irgendwann die Idee INGAME zu heiraten. Beide hatten mich dann höflich gefragt ob ich sie denn trauen könnte. Natürlich habe ich zugesagt. Natürlich wollte ich mich nicht einfach nur hinstellen und die obligatorische „Willst du….“ frage stellen. Ich habe mich also im Internet etwas schlau gemacht. Sehr interessantes Thema für einen ledigen 😉
Geradezu unglaublich wie viel kommerzielle Seiten sich mit dem Thema Hochzeit und alles was dazugehört beschäftigen. Aus etlichen verschiedenen Seiten habe ich mir dann eine Art Predigt zusammengeschrieben. Und genau diesen Zettel habe ich vor 15 Minuten gefunden und seltsamer Weise überkamen mich gerade die Erinnerungen wie ein Flashback:
Da stand ich also, alle Hochzeitsgäste hatten eine Gasse gebildet durch die das Brautpaar auf mich zu geschritten kam. Die beiden Trauzeugen links und rechts von mir. Virtuell oder nicht, es war einfach irgendwie ein besonderer Moment. In der Zeit meiner WoW
-Sucht-Spielperiode hatte man ja jeden Tag mehrere Stunden Kontakt mit den anderen Gildenmitgliedern, natürlich viele via Headset. In gewisser Weise waren also lauter „Freunde“ und „Bekannte“ anwesend.Ich hielt also meine Predigt, genauer ich schrieb sie, live um genau zu sein, vorgefertigte Makros schienen mir unpassend, nur via Headset auch schlecht, da nicht jeder ein Headset hatte. Ich muss sagen, diese guten 10 Minuten haben mich innerlich sehr bewegt, ich kann es nicht genau erklären warum, es waren ja eigentlich nur ein paar Haufen Pixel. Doch in den ungefähr 40-50 Tagen Nettospielzeit WoW war das definitiv einer der schönsten Momente.

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Du merkst, dass du im Jahr 2006 lebst
weil:
1) Du unabsichtlich Deine PIN-Nummer in die Mikrowelle eingibst
2) Du schon seit Jahren Solitär nicht mehr mit richtigen Karten gespielt hast
3) Du eine Liste mit 15 Telefonnummern hast, um Deine Familie zu erreichen, die aus 3 Personen besteht
4) Du eine Mail an Deinen Kollegen schickst, der direkt neben Dir sitzt
5) Du den Kontakt zu Freunden verloren hast, weil sie keine E-Mail Adresse haben
6) Du nach einem langen Arbeitstag nach Hause kommst und Dich mit Firmenname am Telefon meldest
7) Du auf Deinem Telefon zu Hause die Null wählst, um ein Amt zu bekommen
8) Du seit 4 Jahren auf Deinem Arbeitsplatz bist, allerdings für 3 verschiedene Firmen
10) Alle Fernsehwerbungen eine Web-Adresse am Bildschirmrand zeigen
11) Du Panik bekommst, wenn Du ohne Handy aus dem Haus gehst und umdrehst, um es zu holen
12) Du morgens aufstehst und erstmal Outlook aufmachst, bevor Du Kaffee trinkst
13) Du den Kopf neigst, um zu lächeln ; -)
[via E-Mail]
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Photosonntag
Zuerst die Dschungeljagt im Wohnzimmer mit einer wilden Bestie:
Am späten Nachmittag stand ein Ausflug ins Auenland, der Heimat der Hobbits auf dem Programm:
Und zurück über die Golden Gate Bridge
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Herbstimpressionen

Schwer vorstellbar nach diesen wundervollen Wochen in diesem Sommer, so etwas schönes noch einmal zu übertrumpfen. Ein Besuch auf dem Fürther Apfelmarkt sollte es eigentlich werden, der Markt wurde jedoch zur Statistenrolle. Überwältigt vom Farbenspiel der Natur. Eine Bank aufsuchend, versuchen die Eindrücke sofort aufzuschreiben.

Die Sonne im Gesicht zu spüren mit einer Intensität wie sie das Thermometer nicht zu vermitteln vermag. Vergessen der Stress der vergangenen Woche(n), vergessen all die Sorgen, wenn auch gleich nur solange die Sonne so noch strahlt. Konserviert der Augenblick in diesen Zeilen.

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Beifahrschnarchzapfen
So sollte ich mich langsam nennen. Ich überlege schon mir einen Autositz ins Schlafzimmer zu stellen. Kaum sitzt ich auf dem Beifahrersitz und wir entern die Autobahn, klappen bei mir die Augenlieder runter.
Gut, ich schlafe definitiv zu wenig die letzten Wochen. Selten vor 0.00 Uhr im Bett und um 6 raus. Evtl. sind es ja dee leichten Vibrationen, beim Autofahren. 🙂 Kleine Kinder wiegt man ja auch auf dem Arm hin und her damit sie einschlafen.
Heute war ich zur Abwechslung mal wieder unterwegs, zum Glück aber als Beifahrer. Kulmbach und EDV-Schulung stand auf dem Programm. Sehr angenehm überrascht war ich dann von dem sehr leckeren Gebäck (alles in kleiner Ausführung, so wie diese Partybrötchen, nur eben leckeres Zuckergebäck) und der großen Teeauswahl. Zur Mittagspause rechnete ich dann eigentlich schon mit den obligatorischen Platten mit belegten Brötchen. Doch ich wurde sehr angenehm überrascht:
Dazu gab es dann noch sehr guten Kartoffelsalat (gerade bei Kartoffelsalat kann man ja sehr viel falsch machen) und einen ausgezeichneten Farmersalat. Kaum zurück auf der Straße hat es keine 2 Minuten gedauert bis ich auf dem Beifahrersitz wieder eingeschlummert bin 😉


