• aufgemerkt,  Zeitgeschehen

    Fassungslos….

    dass mir der Herr im Rollstuhl langsam nicht mehr so ganz geheuer ist, dürfte keine Geheimnis sein. Was ich aber heute zufällig beim überflügen einiger Newss-Rss gefunden habe, macht mich fassungslos:

    beim CCC war zu unter anderem zu lesen:

    Der Bundestag hat heute das Verbot von Computersicherheitswerkzeugen unverändert durchgewunken (Strafrechtsänderungsgesetz zur Bekämpfung der Computerkriminalität, neuer § 202 StGB). Bestraft werden soll insbesondere das Herstellen, Programmieren, Überlassen, Verbreiten oder Verschaffen von Software, die für die tägliche Arbeit von Netzwerkadministratoren und Sicherheitsexperten dringend notwendig ist.

    Damit handelten die Abgeordneten entgegen dem ausdrücklichen Rat der in den Ausschüssen bei der Beratung des Gesetzes gehörten Experten aus Wissenschaft und Praxis. Auch von Seiten der Internetwirtschaft und vom Bundesrat war die Gesetzesänderung scharf kritisiert worden. Mit Ausnahme der PDS und eines einsamen SPD-Abgeordneten votierte nun die ganz große Koalition der Ahnungslosen dafür, Deutschland zur Berufsverbotszone für Computersicherheitsexperten zu machen.

    Das konnte ich nicht glauben. Nein, ein verspäteter Aprillschwerz. Doch hier, hier und hier wude das zweifelsfrei bestätigt.

    Auch eine Möglichkeit den Bundestrojaner unterzubringen.

    Was kommt als nächstes ? Bei mir auf jeden Fall ein zweites Stasi 2.0 Banner….

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    Rat mal, wer zum bloggen kommt

    dpa Nürnberg
    Im Rathaus brennt noch Licht. Gespannt starren Bürgermeister und Bedienstete auf einen Computermonitor. Sie warten auf Neuigkeiten. Doch heute, am Donnerstag den 19. April 2007, tut sich nix …auf ‚Facing-my-life.de‘.

    „Wir haben schon über eine Stecke von 7 km den Asphalt aufgerissen, Pflastersteine hochgehoben und alte Omas umgeschubst“, sagt der Bürgermeister und wischt sich den Schweiß von der Stirn. „Aber die DSL Leitung scheint in Ordnung“.

    „Wir wissen es nicht! Wir wissen nicht, wie es ihm geht, oh Herr. Wir können es nicht herausfinden!“, gibt eine spärlich bekleidete, junge Sekretärin schreiend zu Protokoll, während sie an uns vorbei über den Flur des Rathauses läuft.

    Auch die Dame vom Empfang ist völlig in Tränen aufgelöst: „Wir hätten ja längst schon mal im Theresienkrankenhaus angerufen und uns erkundigt“, schluchzt sie, „aber ich kann das Telefonbuch nicht unter meinem Stuhlbein herausziehen, sonst kippelt der Stuhl“. Dann ändert sich schlagartig ihr Gesichtsausdruck. „..und das macht mich WAHNSINNIG, wenn der Stuhl kippelt. Hören sie? WAHNSINNIG!“, faucht sie inbrünstig, und ihre Oberweite schwappt aus der engen Bluse.

    Der sonst so friedfertige Herr von Standesamt steht unsicher mit einem angeklebten Bart und einem Dreizack bewaffnet im Foyer. Er berät in einem kleinen Kreis weiterer Mitarbeiter, ob man es riskieren könne, die Telefonistin unauffällig auf den Scheiterhaufen zu werfen. Schließlich wäre die Glut noch warm und beim Admin der IT hatte es ja auch schon funktioniert.

    Es ist jetzt kurz vor Neun. Auf den Fensterbänken im obersten Stock herrscht ein arges Gedränge, aber niemand will zuerst springen, bevor der Kaffee im Haus nicht wirklich restlos alle ist. Da kommt mit kreischenden Reifen ein schwarzer Mercedes vor dem Rathaus zum stehen. Die Tür öffnet sich. Mit schmatzenden, stöhnenden Lack-auf-Leder Geräuschen entsteigt dem Gefährt: Die Fürther Landrätin Pauli, gekleidet in ihrer allseits bekannten Freizeitkluft.

    Ein scharfer Knall ist zu hören, als die schöne Landrätin mal kurz ihre Peitsche durch die Luft sausen läßt. Es ist plötzlich ganz still. „Herhören!“, ruft sie im herrschenden Tonfall, „Ich habe zwar keine Neuigkeiten aus dem Krankenhaus …doch immerhin weiß ich etwas anderes“. Die Türen des Rathausportals platzen förmlich auf und Mensch und Maschine stürzen unsortiert auf den Vorplatz, um der Landrätin auf Knien zu huldigen und ihr die Stiefel zu lecken. „Erzähl es uns“, frohlockt der Mob, „sagt uns, was hier gespielt wird“

    Derweil kramt die Landrätin seelenruhig ein Schriftstück aus ihrer schwarzen Lackhandtasche. Es ist eine Email. „Onkel Crosa hat Bedenken!“, verkündet sie unheilsschwanger und läßt genüsslich ihre Blicke über die Rathausinsassen schweifen, die mit entsetztem „Oh weh“ erneut das Pflaster küssen. „Er hat Bedenken des heutigen Donnerstags wegen. Er kann heute …nicht bloggen!“

    Unter den Anwesenden bricht Zeter und Mordio aus. Pauli hat Schwierigkeiten, die apokalyptische Stimmung wieder unter Kontrolle zu bekommen. „RUHE“, brüllt sie, „RUHE verdammt noch mal“ und läßt wieder die Peitsche knallen. Sofort herrscht wieder Stille. „Was heißt das, ‚Er kann nicht blocken‘? Was nicht blocken?“, entblödet sich spärlich bekleidete, junge Sekretärin aus den hinteren Reihen zu fragen. Der Mann vom Standesamt piekt ihr den Dreizack in den Hintern und genießt es sichtlich.

    „Aber weil Crosa nicht will, dass der heute Donnerstag ein unbeschriebenes Blatt bleibt“, fährt Pauli fort, „hat er einen Gastaccount eingerichtet“. Niemand wagt es zu atmen. Dutzende gebannter Blicke hängen an den knallroten Lippen der Landrätin. „Und dieser Gastaccount“, ruft sie und hält die Email hoch, „ist gerichtet an:“. Eine dramatische Pause folgt. Das gleichzeitige Einsaugen von Atemluft in der Masse erzeugt kurzzeitig ein Vakuum, dem eine vorbeiziehende Schwalbe zum Opfer fällt.

    „Seven Spiders“, posaunt Pauli triumphierend heraus und läßt die Email im Wind flattern, so dass die ISO-Zeichenkodierung durcheinander gerät. In der nächsten Sekunde verwandeln sich dutzende Gesichter der Extase in sprichwörtliche Fragezeichen. „Äh, ..wer?“ fragt jemand. Frau Pauli rutscht der Triumph vom Gesicht auf’s Pflaster. Der Mann vom Standesamt und unterbricht sein erregtes Handgemenge mit der Sekretärin. „Och nee jetzt, oder?“


    posted by SevenSpiders, weil Crosa das so wollte
    *wegduck*

  • aufgemerkt,  erlebtes,  food

    Pfefferunfall

    Ich mag Pfeffer sehr gerne. Vor allem Pfefferkörner runden so manche Sauce erst so richtig ab. Irgendwo hab ich auch mal gelesen, der Pfeffer würde noch besser schmecken wenn er kurz angebraten wird. Leider bin ich nicht mehr dazugekommen den Geschmack zu testen. Dummerweise ist der Pfeffer nämlich angebrannt. Und jetzt haltet euch fest. Es ist unglaublich was für ein ätzender beissender Geruch sich bildet wenn Pfeffer anbrennt. Ich kann euch nur davor warnen.

    Als ich die Tür geöffnet hab, sofort ein abartiges Stechen im Hals und ein widerwärtiger Gestank. So etwas hab ich wirklich noch nie erlebt. NIEMALS, wirklich niemals Pfeffer rösten und dabei anbrennen lassen. Das kratzen im Hals, wirklich nicht vorstellbar. Soviel könnt ihr gar nicht mehr lüften. Ich frage mich ernsthaft warum Pfeffer noch frei verkauft wird. Das Zeug sollte eigentlich unter die Genver Konventionen für Chemiewaffen fallen.

    Nach all der Aufregung gab es am Samstag Abend dann aber doch noch lecker Gänsebrust:

    Gänsebrust

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    10K

    10k

    Besucher, ich bin sprachlos. 369 Beiträge und 1,318 Kommentare auf 14 Kategorien verteilt und ich bin kein bisschen müde. Vielen Dank. Auf zu den nächsten 10.000 😉

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