• sonstiges

    meine erste Sensorreinigung

    Jeder DSLR-Besitzer hat früher oder später damit zu tun. Eingebaute Sensorreinigung hin oder her, eines Tages ist es soweit. Bislang hatte ich Glück: Meine erste, die 400D hatte einen eingebauten Staubrüttler. Trotz gut 19.000 Auslösungen hatte ein Ausblasen mit dem Blasebalg stets ausgereicht. Die zweite DSLR, die 30D hatte keine Sensorreinigung. Auch hier kam ich mit dem Blasebalg gut klar. Gut 6000 Auslösungen später stand ja der Wechsel zum Kleinbild an. Jetzt, gute 3.000 Auslösungen späte hatten sich am rechten oberen Rand 3 hässliche schwarze Punkte festgesetzt, leider auch bei offenen Blenden sehr gut sichtbar, zum Glück aber am Rand.

    Vor der Berlinreise wollte ich das unbedingt beheben. Auch mehrmaliges Ausblasen mit dem großen Blasebalg brachte keinen Erfolg. Nach intensivem Lesen im Forum war ich hin und hergerissen und bin dann im Fotogeschäft meine Vertrauens vorbei und habe mir dieses Produkt verkaufen lassen:

    meine erste Sensorreinigung

    Heute Nachmittag war es dann soweit. Zuerst ging es mit dem Druckluftstaubsauger mit gut 1mm über den Senor. Ich habe mich gefühlt als würde ich Nitroglitzerin in kleine Fläschchen abfüllen. Leider konnte der Staubsauger die kleinen Punkte nicht weg saugen. Aufdrücken war tabuu.

    Also kam Stufe 2, die Naßreinigung. Hierzu gibt es zwei Stäbchen. Der erste ist mit einer speziellen Reinigungsflüssigkeit getränkt, garantiert schlierenfrei, das Zweite, auch ein Stäbchen, hat am Ende eine Art Spachtel, genauso breit wie der Sensor. Um den Spachtel ist ein spezielles Tuch, ähnlich einem Brillenputztuch.

    Das erste Stäbchen verteilt die Flüssigkeit über den Sensor, und mit ganz leichten Druck wurden die 3 Flecken beseitigt. Doch jetzt kam der schwierigere Teil, mit der Spachtel die Flüssigkeit restlos entfernen. Theoretisch klappte das mehr oder weniger ganz gut. Doch genau am Anfang des Sensors, der genau so breit ist, wie der Lichtschacht, hatte sich eine Art Streifen gebildet. Auch mit sanftem Druck lies er sich nicht entfernen. Natürlich war klar, dieser Streifen wird auf den Bildern sichtbar sein.

    Mir wurde heiß und kalt, Schweißperlen sammelten sich auf meiner Stirn. Nochmal mit dem nassen Stab drüber, eine zweite Verpackung aufgerissen, für eine frische Spachtel. Wieder das gleiche Problem. Panik. Gleiches Prozedere nochmals….. Wieder der Streifen. Jetzt kalte Schweißperlen auf der Stirn.

    Als ich mich schon die Cam zu Canon einschicken sah, bekam ich es dann aber doch gebacken. Kamera ausgeschaltet, dann klappt der Spiegel wieder herunter. Blende 20 eingestellt und weisse Wand fotografiert. Die Flecken waren weg, dafür einiges an neuen an einer anderen Stelle, aber weitaus weniger deutlich. Panik. Wieder manuelle Sensorreinigung, Spiegel hoch klappen. Doch die Kamera meckert, Accu nicht mehr genügend geladen. Zum Glück meckerte sieh. Hatte glatt vergessen wie viel Saft der Accu zieht, wenn der Spiegel hochgeklappt ist (warum eigentlich ?) Nach dem Laden nochmal durch geblasen und alles sauber *puh* was war ich froh.

    Wir sind übrigens schon unterwegs nach Berlin, das hier habe ich bereits gestern Abend geschrieben…. 😉

  • erlebtes

    wilde Gedankensprünge

    Kennt Ihr das auch ? Ihr seit in einer ganz normalen Alltagssituation, haltet einen Gegenstand in der Hand, den Ihr so schon tausendmal genau so in der Hand gehalten habt, und völlig unklar warum, fängt euer Kopfkino an Vollgas zu geben ?

    Was ich genau meine ? Gut, ich versuche das Erlebnis zu textlich zu reproduzieren:

    Wie jeden Tag mindestens 3x laufe ich zum Getränkeautomaten um mir ein köstliches, kaltes in eine kultige 0,33 Liter Glasflasche verpacktes Coke light zu ziehen. Routiniert greife ich in die rechte Fronttasche um mein Kleingeld hervorzuzaubern. Ich wähle einen Euro, und noch während ich den Euro in Richtung Einwurfschlitz führe, passiert es. Mein Hirn schreit STOP.

    Ich stoppe und begutachte die Euromünze. Noch arbeitet das Kopfkino normal, die Unterbrechung wurde durch die für mich auffällige Rückseite der 1-Euro Münze ausgelöst. Keine Ahnung ob mein Unterbewusstsein immer auf eine seltene Vatikanmünze spekuliert, mit deren Erlös man vielleicht die nächste Traumlinse für die Canon finanzieren könnte. Ich würde diese seltene Münze vermutlich gar nicht erkennen.

    Egal, das betrachten der Rückseite. Bild ? ja, Bild kommt natürlich. Gut. Es kommt sofort. Bitte, hier ist es:(das unförmige Ding hinter der Münze diente mir nur als Ständer um die Münze leichter aufrecht ablichten zu können)

    IMG_7498

    Wo waren wir stehen geblieben ? Ja, der Auslöser. Das Betrachten dieser Münze löste das Kopfkino aus. Schneller als mir lieb war begann der Film loszulaufen. Ich stelle mir die Münze vor, wie sie anfing mir ihre Geschichte zu erzählen. In meinem Film gab es wohl eine imaginäre Minikamera die den Rand der Münze gerade noch zeigte und leicht verschwommen die vielen bisherigen Besitzer, die Plätze auf denen sie zur Zahlung verwendet wurden, fiktive Gesichter, tolle Städte, Fiktion vermischte sich mit Realität. Das schöne an solchen Kopfkinomomenten sind ja immer die vielen kleinen Details die unser (zumindest meines grins) Unterbewusstsein in so einem Moment abruft.

    Zum Glück kam in diesem Moment niemand am Getränkeautomat vorbei, ich möchte gar nicht wissen wie dumpf und lächerlich mein Gesicht wohl ausgesehen hat, als ich mich da so hemmungslos meinem Kopfkino ergeben habe. Vielleicht gibt es irgendwann Kameras die so klein sind, dass sie in eine Münze passen und wirklich einen Film über den Werdegang, einer Münze erzählen können. Ich finde die Vorstellung jedenfalls sehr interessant.

    Habt ich auch ab und an solche Kopfkinoerlebnisse ? Ja, ja, ich weiß, ich sehe zu viele Filme 😉

  • sonstiges

    neues Projekt 365

    Am 19. November 2007 habe ich mit dem Projekt 365 Days angefangen. Jeden Tag ein Stück von sich selbst fotografieren. Selbstauslöser ist erlaubt, das Foto muss aber von einem selbst gemacht werden und zumindest ein Stück der Person zeigen.

    Leider hat mich etwas die Muse verlassen, es ist einfach sehr umständlich sich selbst zu fotografieren. Gerade viele kreative Dinge lassen sich so nur sehr schwer umsetzten. Aus diesen Gründen habe ich die Geschichte nach dem 215. Foto erst mal auf Eis gelegt. Ich möchte die 365 aber auf jeden Fall voll bekommen, auch wenn das mit der Pause sicher deutliche gegen die Regeln verstösst.

    Mehr oder weniger aus Zufall habe ich eine neue Flickr-Gruppe entdeckt: One Object 365 Days. Die Idee ist ähnlich, nur dass statt der eigenen Person ein bestimmtes Objekt 365 Tage lang, jeden Tag einmal abgelichtet wird.

    Die Frage überhaupt, bei so einem Projekt, ist natürlich der Gegenstand an und für sich. Es würde sich natürlich anbieten, einen Gegenstand zu wählen, der ständig mit sich geführt wird. Als ich mir gestern so meine Gedanken gemacht habe, viel meine erste Wal auf den Rosenquarz, den ich immer in meiner Hosentasche trage.

    Nach einem ersten Bild komme ich aber wieder ins überlegen, da der Quarz aufgrund seiner Beschaffenheit eher weniger geeignet ist. Er spiegelt, was schlecht für geblitzte Fotos ist, und bietet eher wenige Konturen:

    IMG_7501

    Ich werde heute mit dem Projekt beginnen und mir bis heute Überlegen welcher Gegenstand es wird. Ich freue mich ziemlich über das Projekt, garantiert es mir doch schon ein Fotomotiv für jeden Tag. Vielleicht schaffe ich es dann auch das 365 Days- Projekt zu reanimieren, auch wenn die Welt bestimmt nicht jeden Tag meine Visage braucht :mrgreen:

  • Kamerastuff

    Videosamples von der D90

    Ich hatte ja am Montag von der neuen NIKON D90 berichtet. Die auffäligste Neuerung ist sicher die neue Videofunktion. Im ersten Moment dachte ich mir, so einen Käse braucht niemand.

    Tatsächlich ist dieses Feature aber genial, den dank DSLR sind ja Ultraweitwinkel, Makro, lichtstarke Festbrennweite, oder Teleobjektiv für Film verwendbar.

    Und das wird was ? Und wie das was wird.

    Hier gibt es ein Beispielvideo.

    Da ziehe ich mal meinen Hut ganz tief vor Nikon, ich glaube da haben sie eine kleine Revolution in den D80 Nachfolger gepackt. Finde ich jedenfalls im Nachhineinbetrachtet wesentlich inovativer als die in meinen Augen völlig unnötige Megapixelhochzüchterei der neuen 50D.

  • Makro

    Zweiäugige Spinne ? (Spinnencontent)

    Seit ich ein Makro besitze durchstreich ich gerne mit offenen Augen den Garten. Das richtige „sehen“ ist gar nicht so einfach wie man denkt. Gelegentlich sehe ich einen Busch/Baum/Strauch minutenlang an, und entdecke erst dann ein Insekt, welches die ganze Zeit theoretisch sichtbar war.

    Mit der gleich folgenden Spinne war es genauso. Das Ding sass direkt vor mir und vor lauter Wald sah in den Baum, bzw. die Spinne nicht. Auf den ersten flüchtigen Blick ein langbeiniges Standardexemplar. Doch weit gefehlt. Der Abbildungsmaßstab 1:1 am Makroobjektiv erzählt eine ganz andere Geschichte:

    IMG_7444

    Doch das entscheidende Detail fällt selbst hier erst bei genauem Hinsehen auf. Alternativ gibt es noch die 100% Ansicht, da fällt es im wahrsten Sinne des Wortes sofort auf:

    100% Spider

    Die Spinne hat nur 2 Augen ?

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