• erlebtes,  food

    Festtagsmahl weckt Erinnerungen

    Keine Ahnung ob ich das schon mal erwähnt habe, aber ich könnte sterben für Klöße. Fränkische Klöße sind neben der fränkischen Bratwurst das absolut beste was diese Region hier zu bieten hat. Selbstverständlich mussten heute also 2 Packungen Kloßteig für 2 Personen verwendet werden:
    Feststagsessen
    Und als ich so da sitze und meine geliebten Klöße forme, da fällt mir doch diese längst vergessene Geschichte ein….

    Es war ein schöner heisser Sommertag in meinem 15. Lebensjahr. Es war rückblickend ein wirklich aussergewöhnlicher Tag, gerade was die Folgen anbelangte. Wir hatten nämlich nichts besseres zu tun als mit einer nicht versichterten, nicht angemeldeten Honda MTX 80 ohne Führerschein durch den Wald zu fetzen. Ein Mordsspaß, das Ding lief ja gut 80 km/h. Doch irgendwann war der Spaß fast zu Ende, den der Sprit war alle. Auf dem Weg zu Tanke kam es dann wie es kommen musste. Die Herren in Grün fanden unser Waldabenteuer gar nicht komisch und wir fuhren in dem geräumigen Kleinbus auf die Wache Süd.

    Die Folgen unseres Tuns waren 40 Stunden gemeinnützige Arbeit in der Küche eines Altenheims. Natürlich am Wochenende. Aua. Dienstbeginn war soweit ich meine Erinnerung nicht trübt 6 Uhr Morgens. DAS war sicherlich der härteste Teil der Strafe.

    200 geliebte Klöse am Stück formen war eine sehr interessante Tätigkeit die meine Kunst der Kloßformung fulminant perfektionierte. Das putzen der Kühlkammer hingegen gehörte definitiv zu den übelsten Aufgaben. Doch das war alles gar nichts wenn das Mittagessen vorbei war. „Jetzt kommen gleich die Wagen“ sagte die jugoslawische Chefköchin mit einem hinterlistig fiesen Lächeln im Gesicht.

    Ich konnte nicht so recht glauben was meine Augen als nächstes sahen:
    Bestimmt 10 Wägen voll mit dreckigem Geschirr. Leute, dort habe ich meinen Meistertitel im Abspülen gemacht. Doch das war noch nicht alles, in der Großküche gab es riesige im Boden fest eingelassenen Kochtöpfe. Der ca, 1.20 Meter hohe Topf hatte unten extra ein Ablassventil um den fertigen Inhalt, oder wie in unserem Falle den ekeligen Rest abzulassen. Mein Kumpel machte sich damals bei der Chefköchin sehr beliebt als er versehentlich das falsche Ventil öffnete und 2-3 Liter Kartoffelsuppe aus dem benachbarten Topf im Ausguss versenkte.

    Sich kopfüber in den Monstertopf zu beugen um ihn von innen ab zuspülen nimmt einem für immer den Schrecken vor jedweiliger Abspülerei. Ich muss sagen, die Strafe hat mir in keinster Weise geschadet, ganz im Gegenteil, ich empfinde sie immer noch als gerecht und Sinnvoll.

    Trotzdem war ich heute sehr froh nur 2 VE Kloßteig verarbeiten zu müssen und nicht 200 Klöße formen zu müssen, egal wie gerne ich diese Dinger verdrücke.

    Nach dem 4. Kloß war meine Lust heute gestillt. Doch spätestens heute Abend, wenn es den Rest der Ente gibt, werde ich den letzten Kloß genussvoll in mich hineinschlingen 😉

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    Halloween auf dem Sofa

    Das besten aus der Situation machen. Brille direkt auf der Nase tut ziemlich aua, aber Not macht ja schließlich erfinderisch:
    Man nehme eine Baseballmütze, 2 Sicherheitsnadeln und fertig ist die knapp über der Nase schwebe Brillenkonstruktion:
    Brillenkonstruktion
    Dieses Jahr wollte ich endlich mal einen eigenen Kürbis gestalten, deutlich weniger Aufwand als ich dachte:
    Kürbis
    bis der Kürbis vor der Tür stand, gab es 3 „süßes oder saure“ Besuche, nach dem Aufstellen
    Halloween2
    hat es nicht mehr geklingelt ? Bleibt nur mir selbst die Frage „süßes oder saures“ zu stellen. Ich entscheide mich für Süßes und verdränge den Gedanken an meine Waage auf nächste Woche

  • erlebtes

    Halloween Frust

    Morgen ist Feiertag, eigentlich ein toller Tag. Nicht früh aufstehen müssen, bis in die Puppen aufbleiben können, kleinen Kindern eine Freude machen können. Ja, so hätte es kommen können. Doch was ist passiert ? Bereits Sonntag Abend fühlte ich mich irgendwie etwas verplant. Gestern wurde das ganze noch viel schlimmer. Erkältung im Anflug ? Ne, nicht wirklich, keine laufende Nase, kein Kratzen im Hals, kein Auswurf und auch keine Husterei.

    Doch seit gestern Abend glaube ich die Quelle des Unheils ausgemacht zu haben:

    Meine Nase.

    Vor 3 Jahren, im März 2003 hatte ich eine etwas heftigere Operation an der Nasenscheidewand. Es wurde jede Menge Knochen abgemeiselt und auf der anderen Seite „draufgespachtelt“.
    Nasenop
    Die OP verlief super, seit der Zeit kann ich wesentlich freier atmen und hatte deutlich weniger Erkältungen. Ich hatte auch nie Probleme. Doch seit gestern Abend spüre ich ganz deutlich schmerzen am oberen Teil der Nase. Als Brillenträger ist das natürlich doppelt lecker, genau an der besagten Stelle liegt das Nasenfahrrad nämlich auf.

    Heute Nachmittag um 14.15 hab ich Termin bei meinem HNO der mich seinerzeit auch operiert hat. Ich hoffe mal das ist nichts schlimmes, ich will aber unbedingt vor dem Feiertag noch Gewissheit haben.

    Edit: 16:30 Uhr
    So, die Diagnose lautet Knochenhautentzündung. Na ja, nichts schlimmes, nur sehr schmerzhaft. Voltaren wird mich die nächste Tage begleiten. „Am besten die Brille gar nicht tragen“ rofl, wie soll das gehen ? Bett nicht verlassen ?

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    Eine andere Welt

    Science Fiction hat mich schon immer fasziniert. Ganz besonders das Thema Zeitreise und Paralleluniversen. Der heutige Tag, genauer der heutige Morgen erinnerte mich irgendwie daran. Ich habe das Glück diese Woche etwas später anfangen zu können, genauer um 10.00 Uhr.

    Als ich mich dann heute morgen ausgeschlafen und frisch (was ja an einem normalen Arbeitstag mit Beginn 7.00 Uhr leider nicht möglich ist ;)) in mein Auto gesetzt habe und durch die Hofeinfahrt fuhr, war ich zuerst etwas verwirrt.

    Ich dachte plötzlich in eine Art Raum-Zeit-Spalte gefallen zu ein. Überall jede Menge Autos, Leute, Menschanauflauf und überfüllte Geschäfte. Gleich 50 Meter von meiner Hofeinfahrt gibt es einen Plus, 2 Bäckereien, einen Gemüsehändler, Zeitschriftenladen, Metzger. Das sich mir darbietende Szenario erinnerte an Hamsterkäufe aus Filmen wie Armagedon. Ich konnte mir nicht vorstellen das an einem Montag um 9.30 Uhr derartiges von Statten gehen sollte.

    Den Rest der Fahrt ins Büro grübelte ich über dieses Phänomen nach. Die Zeitreisegeschichte erschien mir dann doch zu abenteuerlich. Letztendlich gab es genau 2 Möglichkeiten:

    Die erste, wahrscheinlichere davon: Es gibt diese andere Welt jeden Tag, nur erlebe ich sie nie da ich zu dieser Zeit das Firmengebäude ja nicht verlasse. Die zweite, etwas unwahrscheinlichere: Alle haben Urlaub, nur ich nicht. Denkbar wäre auch eine Mischlösung zwischen 1 und 2. Ich werde mich jedenfalls Samstag Vormittag nicht mehr darüber beschweren das hier viel los ist, vor meiner Hofeinfahrt, RICHTIG viel los ist hier nämlich morgens um halb 10

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