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Benzin im Blut, reloaded
Letztes Jahr war ich noch mit bis zu 300mm Brennweite am Crop am Norisring, dem vermutlich schönsten Tourenmastersrennen der Saison, ähnlich wie Formel 1 in Monaco ist der Kurs hier in Nürnberg ein Stadtkurs der rund um die Steintribüne des Reichsparteitagsgeländes führt.
Dieses Jahr mit der 5D und 200 2.8, also echten 200mm dachte ich, ich wäre deutlich zu kurz unterwegs. Kann man so aber nicht sagen, denn der wirklich geniale AF und die Auflösungsreservern kombiniert mit der traumhaften Festbrennweite haben trotzdem klasse Bilder geliefert.
Anders als letztes Jahr, habe ich mich dieses Jahr endlich mal an Mitziehern versucht, um die Geschwindigkeit etwas besser einfangen zu können:
Absolutes Highlight, neben der DTM natürlich, war für mich der GT-Coup. Einen Lambo vor einem Nobelschuppen oder bei einem Autohändler auf dem Parkplatz zu sehen, löst ja bei fast jedem Mann schon eine gewisse Faszination aus. Das Teil dann aber am Norisring mit weit über 200 km/h vorbei röhren zu hören, das einfach unbeschreiblich:
Die Corvettes waren auch nett anzusehen:

im direkten Vergleich fand ich sie dann aber bei weitem nicht so spektakulär wie die Lambos:

Der Sound der 911 musste zu überzeugen..

Jetzt hätte ich doch fast die
FerrarisFord GTs vergesen, klasse Fabe, aber mir wäre der Lambo trotzdem lieber:

Wer jetzt mit Autos die im Kreis herum fahren nichts anfangen kann, weiss vielleicht wie ich mich zur EM fühle
Ein Freitag am Norisring ist mit 10,- EUR jedenfall der absolute Preis & Leistungshit. Alle Tribünen, Fahrerlager, und absolut Fotofreundlich da einfach weniger Los ist als an den eigentlichen Renntagen. Ich lieb die Atmosphäre, den Geruch, die Autos, das einfach eine ganz eigene Welt…Wer noch weitere Bilder sehen möchte, kann den ersten Teil hier als Flickr-Dia-Show betrachten 🙂
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22:34
Hm, irgendwas muss passiert sein. Aus allen angrenzenden Häusern eine deutliche Geräuschkulisse zu hören. Na ja, ich werds wohl morgen früh im Radio hören 🙂
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verloren
Ich hatte dieses kleine Detail schon fast wieder vergessen. Es war Freitag Morgen. Wie jeden Wochentag war ich spät dran und verdammt müde. Ich hatte es geschafft, der Kerl war gewaschen, hatte sich in Klamotten gestopft und wollte eigentlich gerade das Haus verlassen. Beim schnüren des rechten Schuhs wurde es mir dann bewusst.
Die Katze drehte am Rad. Natürlich nicht wörtlich gemeint. Vielmehr lief sie aufgeregt am Schuhschrank entlang als ob dahinter ein Brad-Pit-Kater stecken würde. Sie jammerte als würde es kein Morgen geben. Frau Crosa wusste auch keinen rechten Rad was der Auslöser für die Katzenmusik sein könnte. Wir tippten auf einen Käfer oder Spinne und folgten unserer Morgenroutine.
Als ich Freitag Mittag (ja, 7 Uhr Arbeitsbeginn hat auch Vorteile, Freitag Mittag sind nämlich 40 Arbeitsstunden erreicht ;)) die Haustür öffnete und in den Flur blickte, vielen mir schlagartig die Ereignisse des frühen Morgens ein. Ich erblickte in die Ursache des Katzenjammers. Ein kleiner Vogel sah mich hilflos mit weit aufgerissenen schwarzen ängstlichen Augen an. Sein linker Flügel hing in einem unnatürlichen Winkel alles andere als gesund weg. Panik überkam mich. *Fuck*… Das war es also. Der arme kleine Piepmatz muss durch das Katzengitter auf den Balkon geflogen sein und bis hier runter gejagt worden sein. Vermutlich fand das arme Ding Schutz hinter dem Schuhschrank.
Schnell hoch, Katze am Balkon, Katzenklappe verriegelt und nachdenken. Ich lasse die Haustür auf und hoffe der kleine findet zurück in die Freiheit. Tut er aber nicht. Er versteckt sich unter dem Schrank. Mist. Ich rufe Frau Crosa an. Sie erinnert mich an den Hasenkäfig im Keller. Ich renne zum Teich, hole mir einen Kescher und versuche den kleinen zu fangen. Mir wird schnell klar, der Flügel sieht nicht gut aus und dem Vogel gehts gar nicht gut. Niemals hätte ich es sonst geschafft in zu fangen. Da saß er nun vor mir in dem kleinen Käfig, blickte mich mit ängstlichen Augen an.
Tierarzt, klar. Die Idee. Ja, ich kann sofort vorbeikommen. Käfig unter den Arm und ab in die Tierklinik. Max. eine halbe Stünde müsste ich warten. Nach 10 Minuten komme ich dran. Frau Doktor öffnet den Käfig, der kleine entkommt und versteckt sich unter dem Schreibtisch. Mit einem Handtuch wird der kleine gefangen. Die fachmännische Blick der Doktorin verheisst nichts gutes. Sie hat den Vogel in der einen Hand und zeigt mir mit der anderen die Verletzungen. Unterhalb des Flügels ist trockenes Blut, eine grössere Wunde ist erkennbar. Flehend sehe ich ihr in die Augen. Sie senkt die Lieder und deutet ein Kopfschütteln an.
Meine Augen füllen sich mit Wasser, mir ist klar was gleich passieren wird. Frau Doktor sagt, wir können nicht tun, ihn nur erlösen. Ob ich die Spritze aufziehen könne, sie hätte nur eine Hand frei und mag den kleinen nicht noch mal ablegen. Ich ziehe die Spritze auf wie 100x in Filmen gesehen. Ich sage noch, ich muss jetzt etwas verspritzen, damit die Luft raus geht ? Sie sieht mich an und sagt, in diesem Fall ist es egal. Fuck, sie hat recht, das macht die Situation nicht gerade leichter ertragbar. Sie setzt ihm die Spritze und wir streicheln ihm beide nochmals mit dem Finger übers Gefieder und ich verabschiede mich.
Ich frag nach einer Schachtel, erkläre dass ich den kleinen nicht hier entsorgt haben will. Sie zeigt Verständnis und packt den leblosen Körper in eine kleine Schachtel. Die Heimfahrt ist… verdammt traurig. Auf dem Weg zum Arzt hatte ich noch versucht so vorsichtig wir nur irgendwie möglich zu fahren, auf dem Heimweg erscheint das sinnlos.
Ich schnappe mir die Schaufel und begrabe den kleinen unter der Linde…
Man kann nicht immer gewinnen…
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Mein „Spiel“
Gestern Abend, irgendwas um 21.00 Uhr. Blick aus dem Fenster. Wow. Begeisterung, wundervolle Wolkenformationen. Canon geholt, Sigma 10-20 drauf, Sigma 20 1.8 in die Tasche und Stativ untern Arm. Mit dem Smart um die Ecke zum perfekten Himmel-Fotografie-Platz.
Angekommen, Stativ aufgebaut. Stille. Wundervolle Stille. In meinem Kopf beginnen sich die kleinen Zahnrädchen zu drehen. „Warum ist es hier und jetzt so wunderbar still ?“ Noch während ich überlege und geniesse,mich geradezu in der Ruhe aale, höre ich von allen Seiten ein lautes Jubeln und mir wird sofort der Grund klar. Das Fußballspiel… Zum Glück wird es schnell wieder ruhig und ich kann mich weiter meinen Wolkenformationen widmen und die Ruhe hingeben:
Wieder mal war ich sehr froh, mich noch mal aufgerafft zu haben 🙂
Insgesamt 7 Bilder (inkl. der oberen) gibt es auch als Flickr-Foto-Show zum bequemen Zurücklehnen und betrachten
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wie ein König
Mit dem Auto in die Werkstatt zu fahren ist ja eigentlich eher eine unangenehme Angelegenheit. Es kostet Zeit und Geld und kommt selten gelegen. Gut, ein Defekt war nicht der Grund heute mein Autohaus aufzusuchen. Vielmehr zeigte die TÜV-Plakette leider auf 05/2008. Höchste Zeit also. Und dann war da ja auch noch die Geschichte mit den Sommerreifen.
Hätte ich jetzt ein kleines Auto eines großen deutschen Herstellers stelle ich mir den Besuch wie folgt vor: Schon auf dem Parkplatz sehe ich nur irgendwelche teuren Karossen stehen. Gelegentlich entdecke ich ein kleines Modell, so wie das Meinige. Ich betrete den Verkaufraum. Ich werde gemustert. Jeans, braune Turnschuhe, ein LOST in Switzerland T-Shirt, Laptoprucksack. Ich hätte gewartet. Ein Verkäufer wäre gekommen, hätte abfällig festgestellt dass ich ja nur einen Kleinwagen fahre und ich hätte diesen ganz bestimmten Blick bekommen. Ein gestresster Werkstattmitarbeiter hätte mir die Rechnung überreicht, und ich hätte gelangweilt die Rechnung bezahlt. Ja, so könnte es sein. Ist es aber nicht….
So betrete ich heute den Smartcenter. Montag angerufen, gestern Abend Auto gebracht und heute fertig. Beim Smartcenter angekommen stehen lauter Autos die aussehen wie meins. Ich fühle mich sofort wie zu Hause. Am Parkplatz sehe ich mir das neue Smartmodell an. Weiter geht’s in den Verkaufsraum, Richtung Info. Eine attratkive junge Dame strahlt mich an und begrüsst mich herzlich. Wir scherzen, ich fühle mich wohl. Eine Kopfdrehung Richtung Werkstattschreibtisch und die supernette junge Mechanikerin kommt sofort zu mir. Wir unterhalten uns über das neue Modell, lachen, ich fühle mich wie ein König, ein König Kunde. Ein tolles Gefühl. Charmant bekomme ich die Rechnung, nebenbei weiterhin eine nette Unterhaltung mit beiden Damen. 140,- Euro. 80,- davon für den Tüv, sofort wird mir die Abrechnung von Smart gezeigt, mit dem Vermerk, wir berechnen Ihnen den selben Betrag wie der Prüfer uns berechnet. Ich hatte gebeten das Öl nachzusehen. 1 Liter ist auch in der Summe enthalten. Und ein Heckscheibenwische. Und eine getauschte Birne. Die 20,- TÜV-Vorbereitung sind ebenfalls enthalten. Umweltplakette und Reichenumstecken ebenso. Ich fühle mich alles andere als übers Ohr gehauen.
Es fällt mir fast schwer mich zu verabschieden. Ich laufe zu meinem Auto das nur wenige Meter vor dem Eingang des Verkaufsraumes steht. Mein Auto ist frisch gewaschen. Ich steige ein. Ich erinnere mich wie sehr der Innenraum eine Reinigung nötig hatte, es hatte sich einfach jede Menge Staub angesammelt. Gesaugt hatte ich das Fahrzeug natürlich vorher. Und was soll ich sagen, kein Staub mehr. Innen also ebenfalls gereinigt.
Mein Entschluß mich nächstes Jahr für das aktuelle Modell zu entscheiden festigt sich. Ich bin ein zufriedener Kunde. Ich fahre gerne zu meinem Autohaus, ja man könnte fast (aber nur fast ;)) sagen ich gebe hier gerne mein Geld aus. Wenn ich mich zurückerinnere wie das früher bei VW oder SEAT war… kein Vergleich…












