• erlebtes

    Sonnenloses Bahnmuseum I

    Nachdem auch an meinem letzten Urlaubstag die Sonne nicht mitspielen wollte, ging es halt Indoor auf Motivjagd. Etwas Kultur tut ja gut, also warum nicht ein Museum. Das DB-Museum hier in Nürnberg bietet doch so einiges für den verwöhnten Sucher.

    Nicht ganz einfach abzubilden sind die vielen schönen Eisenbahnmodelle hinter Glaskästen:
    Eisenbahn Modelle

    Dieser Raum hat eine ganz eigene Atmosphäre, ich hoffe es ist mir gelungen das etwas einzufangen:
    Besondere Objekte

    Unvorstellbar welch Knochenjob früher die Telefonauskunft war:
    Telefonauskunft

    Auch die Bahn-Geschichte der DDR (Reichsbahn) gibt es hautnah:
    DR-Führerstand

    Technik kommt natürlich auch nicht zu kurz:
    Radreifen

    20 Jahre ist das jetzt her, mir ist irgendwie als wäre es gestern gewesen:
    Vor 20 Jahren

  • netzkult

    Bilderwürfel

    Ein wirklich klasse Pluggin (Eigentlich ist es eine Aktion) gibts bei docma.info Aus einem beliebigen quadratischen Bild lässt sich ein Würfel erzeugen:

    Bilderwuerfel

    Alle Aktionen setzen mindestens Photoshop CS bzw. Photoshop Elements 3 voraus. Die Installation wie bei allen Aktionen sehr einfach: heruntergeladenes Zip-Archiv entpacken, atn-Dateien in den Programm-Ordner Vorgaben > Photoshop-Aktionen kopieren, Aktionen in die Aktionen-Palette laden und loslegen. Die besten Resultate erzielt man mit quadratischen Bildern mit 1500px Seitenlänge.

    Den Download gibs hier

  • erlebtes,  menschlich

    Der Erzähler

    Gestern am frühen Nachmittag in der Nürnberger Innenstadt wurde ich wieder zum unfreiwilligen Beobachter. Ich hatte gerade einen Buchladen betreten und spazierte zielstrebig zur Abteilung Digitalfotografie. Der Gang dorthin ist relativ schmal und so wurde ich schon im vorbei laufen ungewollter Zeuge. „Wenn du den Strich am Anfasser nimmst kann du….“ „Ich würde das anders machen, das geht viel einfacher, du brauchst einfach nur das Quadrat…“ Zuerst machte ich mir überhaupt keine Gedanken über die Zwei.

    Als ich dann so gut 3 Meter Entfernt neben den beiden eine bequeme Position einnahm und mich gerade in ein ausgewähltes Buch vertiefen wollte, wurde mir bewusst, das der ältere der beiden immer noch ununterbrochen redete. Er erzählte seinem Nebenmann irgend etwas über die Möglichkeiten eines 3D- Programmes. Es ging um irgendwelche Konstruktionen. Er versuchte offenbar den praktischen Nutzen bezogen auf das vermutlich beiderseitige Arbeitsleben darzustellen. Soweit ja nichts ungewöhnliches und auch nicht Wert darüber zu berichten.
    .
    Doch es war eine ganz besondere Art von Erzähler. Und auch eine besondere Art des Zuhörers. Man könnte sagen, für den Erzähler der perfekte Zuhörer, für den Zuhörer jedoch die Hölle auf Erden. Ich wollte ja gar nicht, doch ich konnte irgendwie gar nicht anders als dem Gespräch zu lauschen. „Wenn du die Bla-Achse durch den Blibla-Koordinaten ein Rechteck ausschneidest…“ So ähnlich muss sich wohl der Hörsaal einer Universität anhören. Der Zuhörer hatte dem nicht viel entgegen zusetzen „…Hm….ja……emhm…….. ja………Ah ha…..“ Es war offensichtlich, der Zuhörer hatte zwar ein begrenztes Interesse an der Thematik, war aber offenbar in keinster Weise in der Lage sich des Vortrages zu erwehren.

    Der ältere der beiden, ich schätze ihn mal so auf Ende 40, Anfang 50 schien in seinem Thema aufzugehen. Ich hatte inzwischen das vielleicht 5. Buch in der Hand und ganz ehrlich, der Tip nervte mich jetzt schon. „Das geht aber viel besser als hier steht. Ich nehme einfach die Teilmenge, ziehe den Quader ab….“ Keine Ahnung wie lang das… Ich nenne ihn jetzt mal Opfer diesen Monolog schon ertragen musste. Das Opfer, vielleicht Ende 30, immer noch in der absolut passiven Rolle. Hätte ihn das Thema in dieser Ausführlichkeit wirklich interessiert, so hätten seine Kommentar doch zumindest etwas Begeisterung enthalten müssen. Doch diese offensichtlichen verbalen Signale brachten den Referenten nicht mal Ansatzweise zum Bremsen.

    Tatsächlich schien er es jedoch irgendwann geschafft zu haben, die beiden zogen weiter. So 10 Minuten später hatte ich meine Buchwahl getroffen und zahlte gleich im zweiten Stock. Auf dem Weg nach unten traf ich die beiden wieder. Am Taschenbuchstand hatte mein Erzähler ein Buch in der Hand und fing erneut an dem Gegenüber das Ding schmackhaft zu machen. Ich bildete mir ein eine gewisse Verzweiflung im Gesicht des Opfers zu erkennen. Er hatte seine Taktik jedoch nicht geändert. Er versuchte weiterhin mit einem nur mässig interessierten „Hm….Ah ja, ….EmHm…..soso….“ Irgendwie glücklich die beiden hinter mir zu lassen verließ ich den Buchladen.

    Keine Ahnung in welchem Verhältnis die beiden zueinander standen. Chef und Angestellter ? Einfach nur Arbeitskollegen ? Vater und Sohne ? Vielleicht auch eine Mischung daraus und eigentlich j auch egal 😉

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