• sonstiges

    armes Nürnberg

    AOL-Arena und Allianz-Arena sind ja schon ziemlich unsportliche Namen für ein Fußballstadion. Ich selbst verstehe ja von der Materie Fußball sehr wenig. Money makes the World go round ist wohl auch hier der Auslöser. Befremden tut mich das ganze dann doch. Solch gewaltige Stadien sollte wohl nach einem berühmten Fußballer benannt sein. Oder doch wenigstens die Gegend beschreiben (als ich gerade das Frankfurter Waldstadion verlinken wollte musst ich allerdings feststellen dass auch hier der Komerz zugeschlagen hat: Offizieller Name nach Umbau zur WM: Commerzbank-Arena)

    In Nürnberg wurde aber noch eines drauf gesetzt. Easy Credit Stadion. AUA. Das tut doch in der Seele weh:
    Easy Credit
    Nicht das ich dem Produkt schlechtes nachreden möchte, nein, nein. Ich halte es nur denkbar unpassend um als Beiwerk den Namen eines Stadions zu schmücken.

    Und als ob Nürnberg nun nicht schon genug gestraft wäre, hat die Vermarktungsmaschine auch noch beim Icehockey zugeschlagen. Nürnberg Icetigers fand ich wirklich mal einen gelungenen Namen. Wäre da nicht der neue Sponsor:
    Icetigers
    Natürlich, zu lange im kalten Icehockeystadion und zu dünn angezogen kann das Präperat sicher gut gebraucht werden. Doch Sinupret Icetigers ? Ich will mich nicht so recht daran gewöhnen.

    Natürlich ist es auch möglich die Sache positiv zu sehen, sowohl das Stadion als auch die Icetigers konnten das Geld der Sponsoren sicherlich gut benötigen. Mich überkommt trotzdem ein dezentes Würgen wenn einer der beiden Namen im Radio/Fernsehen genannt werden.

  • erlebtes

    Lokale Verbalakrobaten

    Lautsprecher
    Geht es nur mir so das ich das äusserst belustigend finde ? Diese vermeintliche Live-Schaltung von lokalen Radiosender während der Berichterstattung zu einem Mitarbeiter der örtlichen Polizeistelle:

    „….der Tatverdacht Konkretisierte sich dahingehend so das die Verhaftung des Tatverdächtigen eingeleitet werden konnte…“

    Die Kombination von verbeamtetem Deutsch und ungeübtem Vortragen in unüberhörbarem Dialekt birgt in sich eine nur schwer in Worten zu fassende Komik, die sich leider dem geneigtem Hörer erst live im Radio in seiner vollen Pracht erschließt.

  • erlebtes

    Habe da mal eine blöde Frage…

    Es gibt Kollegen, die beginnen 90% aller Gespräche die sie mit mir führen mit dem Satz „Ich habe da mal eine blöde Frage“. Das ist überhaupt nix schlimmes, keine Frage ist zu blöd um nicht gestellt zu werden. Lieber 5x zuviel gefragt.

    Trotzdem ertappe ich mich immer wieder dabei, speziell bei einem ganz bestimmten Kollegen, wie mir mit einem diabolischen Grinsen im Gesicht die Antwort „Können Sie auch anders Fragen“, oder auch „Haben sei schon jemals anders gefragt ?“ oder auch immer wieder „Alles andere hätte mich überrascht“ auf der Zunge liegt. Mit jedem Gespräch wandert einer dieser Sätze ein kleines Stück weiter Richtung Zungenspitze.

  • erlebtes

    „Da dürfen nur deutsche Kinder spielen“

    Wie so ziemlich jede Mittagspause trotte ich auch heute Mittag wieder mal in den benachbarten Verbrauchermarkt. Primäres Ziel: Dönerbude, Sekundäres Ziel: Zeitschriften, Ungesunde Sachen, Getränke

    Kurz vor dem Drehkreuz, rechter Hand befindet sich eine Art Sonderverkaufsfläche. Das Thema dieser Woche lautet offenbar „Sachen für den Garten“ In besagter Sonderverkaufsfläche befand sich unter anderem auch ein sehr großer Karton mit einer Rutsche. Der Karton war von aussen bebildert und das vermeintliche Objekt der Begierde groß darauf abgebildet. Rechts neben der Abbildung der Schaukel dann die Inhaltsbeschreibung. Diese Inhaltsbeschreibung zierte rechts oben eine gut sichtbare Deutschlandflagge.

    Ein etwas 8-10 jähriger Junge beuge sich interessiert zu dem Karton herunter, deutete auf die Deutschlandflagge, dreht seinen Kopf in Richtung neben ihm stehenden Vater und sagt mit einem seltsam emotionslosen Unterton: „Da dürfen nur deutsche Kinder spielen“ Die Nationalität des Jungen war nicht deutsch, vermutlich türkisch.

    Noch auf Höhe der Konservendosen (Ich hatte das drehkreuz inzwischen passiert) musste ich grübeln ob der kleine Junge das im Spaß oder Ernst meinte und ob er ein verstecktes Grinsen aufgesetzt hatte.

    Na ja, in Schweinau (Stadtteil von Nürnberg in dem ich arbeite) geht immer was 😉

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