-
Tag 2
So, heute ist bereits der 3. Tag hier in Hammamet in Tunesien. Man könnte auch sagen, jetzt haben wir uns eingelebt. Ich muss gestehen, der erste Eindruck war nicht so der Hit. Gut, die Lobby des Hotels ist der Oberhammer, Marmor pur, eine riesige Halle, alles vom Feinsten.
Doch die Anfahrt bei vollem Tageslicht zeigte eher eine fade, wüstenähnliche Gegend in der Überall Plastiktüten und Plastikflaschen und ähnlicher Müll herumliegen.
Der Hoteleigene Strand getrennt durch eine Straße, wenn auch nur 10 Meter vom Hotel entfernt. Der Meerblick dann natürlich zur Straße heraus.
Das erste Frühstück am Anreisetag wirkte lieblos. Natürlich wurden sofort vergleiche mit Januar und Ägypten gezogen, schließlich gilt das für mich jetzt als Referenz. Oder 2 Jahre vorher Türkei in Cesme.
Die Stimmung ging nach Poolbesichtigung noch etwas weiter nach unten. Das Spätbuffet bestand aus Pizza und Pfannkuchen (Wahlweise ^^) Das war natürlich nichts für eine Frau mit Glutenunverträglichkeit.
Der Pool ist von Gras eingesäumt. Das ist natürlich suboptimal, denn nasse Füsse und Gras ist bedingt glücklich gewählt. Noch dazu war der Rasen natürlich nicht durchgehend grün.
Doch dann gab es den ersten Besuch am Hotelstrand. Da gingen die Mundwinkel wieder nach oben 🙂 Etliche Stunden später gingen sie noch weiter nach oben: Das Abendessen stand auf dem Programm.
Wow. Persönliche Begrüssung am Eingang, 5 Köche die frisch kochen, eine wirklich tolle Auswahl, ein sehr großes Salatbuffet und für jeden etwas dabei. Das ganze wirkte jetzt so gar nicht mehr lieblos und schmeckt wirklich hervorragend.
Der Blick aus dem Zimmer mit der langsam untergehenden Sonne wirkte auf einmal wesentlich spannender. Die „Straße“ gar nicht mehr so schlimm. Von den 5 Sternen würde ich trotzdem einen abziehen.
So, bis hier her war es ja gar nicht Tag 2, verwirrende Überschrift also. Der zweite Tag begann mit lecker Frühstück, dann Pool Einweihung. Nach dem Mittagsschlaf Mittagessen, kurz die Infoveranstaltung und dann ab an den Strand.
Hier wird mit kleinen Landschildkröten und Chameleons versucht die frischen Früchte zu verscherbeln. So schnell schaust du gar nicht schon hast du welche im Mund. Dann noch eine kleine Tüte gebrannte Mandeln zu verkaufen und du sollst dann einen unverschämt hohen Betrag für dafür abdrücken.
Auch wenn es sicherlich Tierquälerei ist, ist konnte nicht mehr aus als er mit das Chameleon auf die Schulter setzte. Schnell war das Foto im Kasten:
Tiere, ja *seufz* hier fahren unzählbar viele Pferdekutschen. Möglichst auf Hello Kitty und Prinzessin geschmückte Kutschen und 2 Pferde davor gespannt. Leider sieht man die Rippen durch und es ist schnell klar, hier geht es um Profit, nicht um Tierschutz.
Natürlich wollen die Familien der Kutscher genährt werden. Trotzdem immer ein fader Beigeschmack und für uns ein Grund keine Kutsche zu benutzen.
Heute, ist bereits der dritte Tag. Morgen, also Freitag haben wir eine Tour in die Berge gebucht. Mit Kamelen, Pferden und alternativ Kutsche. Das ganze scheint etwas seriöser zu sein als die Kutschen die hier rumfahren. Ich hoffe das zeigt sich auch an dem Zustand der Tiere. Das ganze ist wohl mit Mittagessen, diversen Kulturellen Sehenswürdigkeiten. Mal sehen.
Sonntag geht es dann in einen Kinderfreundlichen Tierpark und Dienstag geht es dann nach Tunis und nach Karthago. Eine Stunde Busfahrt, das ist mit Kind machbar. Ich bin schon sehr gespannt. In Ägypten ging das ja leider nicht, weil alles zu weit vom Hotel entfernt.
Viele Fotos werden hier zu späterer Stunde folgen. So, ich denke der Herr Junior ist bald fertig mit Mittagsschlaf und dann ruft der Strand 🙂
-
Ich bin dan mal am Strand
Ich sitze hier gerade in der Lobby unseres Hotels in Tunesien. Das Macbook ist aufgeklappt und ich dachte mir gerade so: „Ein Bild kannst ja mal schnell hoch laden. Bei dem W-Lan hier am besten verkleinert. 4000×6000 Pixel ist doch etwas zu viel.“
Und dann kam die Überraschung, das Bild war in Null Komma Nix hochgeladen. Cool, dann kann ich ja alle Bilder des ersten Tages schnell uploaden.
Soweit der Plan. Doch dann füllte sich die Lobby mit der hier gastierenden Tunesischen Handballmannschaft. Jeder packt sein Telefon aus und ratz-fatz saugen 20 Kids am W-Lan ^^
Ist aber völlig wurst, denn zum Strand gehen ist eh der bessere Plan:
-
Places
Es gibt Orte die sind einfach magisch. Schön wenn sie mit sehr, sehr guten Freunden nach so langer Zeit besucht werden.
-
Fast 7 Jahre
Fast 7 Jahre liegen zwischen diesem:
und diesem Foto:
Lustig ist, ich hab das Foto von vor 7 Jahren noch genau im Kopf gehabt. Allerdings hatte ich den Troll an einer anderen Stelle der Lorenzkirche vermutet. Letztendlich habe ich ihn dann aber doch wieder gefunden. Schon damals hatte ich ein Faible für Details.
Damals noch mit der Canon 400D und dem wirklich saugutem EF 35 2.0 🙂
Ein paar weitere Details sind es dann noch geworden:
-
79
Seit vielen Jahren treffe ich hier in der Nürnberger Innenstadt diesen bewundernswerten alten Herren. Ich meine es gibt hier in Nürnberg, genau wie in vielen anderen Städten ja jede Menge Menschen die Geld sammeln.
Ich meine jetzt keinen Infostand der für Kinder/Tiere was auch immer sammelt. Nein, ich meine diese Überlebenskünstler die vor sich einen Hut stehen haben und um eine Spende bitten.
Manche tun gar nix ausser möglichst Mitleiderregend zu gucken. Andere spielen ein Instrument. Wieder andere haben eine Handpupe dabei. Andere singen. Und dann gibt es diesen älteren Herrn.
Der tut auch etwas. Er stützt sich auf einer Weinflasche ab. Und dann scheint er fast auf dieser Weinflasche zu schweben:
Ich glaub es ist bestimmt schon fast 10 Jahre dass ich ihn immer mal wieder in Nürnberg sehe. Gestern war es soweit und ich habe ihm mal wieder etwas in seinen Hut geworfen. Das mindeste wenn ich schon ein Foto gemacht habe.
79 Jahre ist er alt. Wow. Respekt. Auch wenn er 30 wäre, er hätte meinen vollen Respekt. Schließlich ist das ein Kraftakt. Und natürlich auch eine Gleichgewichtssache. Ein artistische Leistung. Das mit 79 noch zu vollbringen ist bemerkenswert.
Ich hoffe ich sehe in noch ganz viele Jahre in Nürnberg. Ich finde das toll. Etwas dar zu bieten und dann entlohnt zu werden. Entlohnt in Form einer Spende in seinem Hut. Blöd finde ich Leute die sich unterhalten lassen, alls angucken und dann weitergehen ohne zu „bezahlen“










