• erlebtes

    Mittagspausenbeobachtungen

    Ich würde mich jetzt nicht unbedingt als Autonarren bezeichnen. Ein schönes schnittiges Teil weiß es aber trotzdem mich zu begeistern. Heute Mittag auf dem Weg zur Nahrungsaufnahme stand dann ein nicht gerade unattratkiver Sportwagen auf dem zu überquerenden Parkplatz. Schwarz, tief, kraftvoll und frisch gewaschen.

    Ein japanischer Sportwagen, geschätzter Fahrzeughalter: gehobener Geschäftsmann.

    Umso erstaunter blickte ich dann aus der Wäsche als ich das Auto passierte, im Getränkehalter lachte mich statt der vermuteten Red-Bull oder Cola-light Dose ein helles Bier an 😉
    Parkplatzbeobachtungen

  • erlebtes

    Zeitung von innen

    NürnbergerNachrichten
    Wow, ich muss sagen, so beeindruckt war ich schon lange nicht mehr. Ich komme gerade von einer Führung der Nürnberger Nachrichten. Natürlich hat fast jeder schon mal so eine Zeitungsproduktion im Fernsehen gesehen. Doch so richtig hautnah am Geschehen zu stehen, das ist schon etwas besonderes.
    NürnbergerNachrichten

    Die sehr kurzweilige Führung erstreckt sich über 2,5 Stunden, ein Theorieteil mit Powerpoint Präsentation beginnt das Spektakel. Gegen 21.30 Uhr kommt dann langsam Leben in die Bude, die Produktion der Zeitung beginnt, und hinter dem Schulungsraum beginnen die Rotationsmaschinen mit der Arbeit. Von Stockwerk zu Stockwerk geht es dann durch die Produktion.

    Eine Rolle Papier ist 20 KM lang und wiegt 1 Tonne:
    NürnbergerNachrichten
    Die Führung endet gegen 22.45 wieder am Ausgangspunkt.Viel Wissenswertes rund ums Zeitungsherstellen und die NN im Besonderen wurde vermittelt. Ich empfehle jedem der in der Nähe von Nürnberg wohnt sich diese kostenlose (!) Führung mal anzusehen, ich fand das ganze wirklich sehr, sehr beeindruckend. Die NN hat eine Auflage von ca. 300.000 Exemplaren, durch die Produktionshallen ziehen sich mehr als 4KM Zeitungslaufband, das muss man einfach mal gesehen haben 😉
    (Video folgt in kürze)

    Ein wirklich interessantes Gefühl war es am Ende die Zeitung des morgigen Tages in Händen zu halten.

  • erlebtes

    Turm der Sinne

    Nein, kein Turm-Bordell, auch keine Turm-Piepshow, vielmehr ein tolles Museum zum anfassen und ausprobieren. Wer mal in Nürnberg ist und etwas besonderes Erleben will, sollte unbedingt mal im Turm der Sinne vorbei schauen. Das ganze findet in einem alten Turm statt und ist auf 6 Stockwerke aufgeteilt.
    Turm der Sinne
    Im jeden Stockwerk gibt es verschiedene Stationen die sich allesamt mit dem Thema Wahrnehmungen auseinander setzen. Der Aha-Effekt ist stellenweise unglaublich. Es sind die simplen Dinge die einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Beim Kaufen der Eintrittskarte bekommt man unter anderem einen Traubenzuckerdrop. Gleich im ersten Stock befindet sich eine Schautafel die sich mit dem Geschmackszentrum beschäftigt. Es wird gebeten sich die Nase zuzuhalten und dann den Traubenzucker zu lutschen. Seltsam, es ist kein Geschmack zu erkennen. Jetzt bitte die Nase loslassen, und unglaublich, der bekannte Geschmack stellt sich sofort ein. Der Großteil der verschiedenen Stationen beschäftigt sich jedoch mit visuellem.
    Turm der Sinne
    Sehr beeindruckend auch eine der letzten Attraktionen. eine große Wand mit senkrechten schwarzen und weißen Streifen. Jeder Streifen ca. 5 cm breit. Vor der Wand ist ein einzelner Fußabdruck im Boden. Jetzt wird sich auf einem Bein (genau auf den einzelnen Fußabdruck) vor die Wand gestellt und gerade aus auf die Streifen geblickt (Abstand ca. 10 cm) Wird jetzt die Wand langsam nach links oder rechts bewegt, ist es so gut wie unmöglich nicht in genau der bewegten Richtung umzukippen.
    Turm der Sinne
    Die 6 Stockwerke lassen sich doch recht schnell erkunden und so bietet der Turm auch Museumsmuffeln sehr praxisnahe kurzweilige Unterhaltung. Auf dem Rückweg zum Auto ist mir mal wieder bewusst geworden wie schön doch eigentlich die Altstadt hier in Nürnberg ist, und wie selten ich diese bewusst wahrnehme.
    Nürnberg, Altstadt

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    Im Ergebnis nichts gewonnen

    Und trotzdem gut dabei gefühlt. Nach einem anstrengenden Arbeitstag endlich die Firmentür öffnen und in den entspannten Feierabend entfliehen. So weit der Plan. Die Realität sah etwas anders aus:

    doofer Stau

    Dieser Blick offenbarte sich mir quasi beim Öffnen der Haustür. Die Brückensanierung zeigt ihre Auswirkungen. Doch nicht mit mir. Die nächste rechts, durch die Wohnsiedlung, und hinten rum. Dann wieder vor zur Hauptstrasse. An der großen Kreuzung das selbe Spiel. Viele hatten diese Idee, alle wollen links abbiegen. Nur die Ampelschaltung will das offenbar nicht.

    Nein, nicht mit mir. Dann eben geradeaus, den nächsten Schleichweg. Ich bin jetzt fast so weit gefahren wie mein ursprünglicher Heimweg. Was ich davon hatte ? Keine Zeitersparnis auf jeden Fall. Aber nie länger als eine Ampelphase warten und irgendwie genauso lang brauchen aber entspannter ankommen. Ich kann Ampelschaltungen die 2 Linksabbieger durchlassen einfach nicht ab. Ich hatte zwar mehr Weg, dafür aber flüssiger 😉

  • erlebtes

    Kassenzonenbeobachtungen

    Heute Mittag Großer Handelskonzern mit 4 Buchstaben, hier in Schweinau, Kasse 3. Ich wie immer sehr kurz angebunden da nur 30 Minuten Mittagspause. (Hinweg+Einkaufen+Rückweg) Vor mir ein Mann mitte 40. 15 Umverpackungen Kaffee im Wagen. Die Dame an der Kasse mit starkem ausländischen Akzent fragt den Herren ob er denn die Weihnachtsaktion kennt. Dieser verneint dummerweise.

    Im Zeitlupentempo fängt die Dame an Ihm etwas von kleinen Weihnachtsbaumaufklebern zu erzählen die pro 10 EUR Einkaufswert ausgegeben werden und in ein Sammelheft eingeklebt werden. Sie spult unaufhaltsam ihr offenbar vom Verkaufsleiter einstudiertes mehrstrophiges Verslein auf. Ich blicke mir den Kaffeekunden an. Ich vermute er versteht aufgrund der leisen langsamen akzenturierten Aussprache nicht richtig viel. Das Sammelheft bekäme er wohl mit der Post. Näheres gäbe es an der Info im Eingangsbereich.

    Ich rätsle warum sie so lange ihr Verslein aufsagt und den guten nicht gleich zur Info schickt. Egal. Ich bin endlich an der Reihe. Zum Glück habe ich nur 2 Artikel, meine Einkaufsumme verleitet die gute also gar nicht erst zu ihrem Weihnachtsbaumsverlsein. Ich bin sehr froh darüber.

    Direkt hinter mir ein eher unsympatischer nicht sehr gepflegter Herr Anfang 50 mit 3 VE Dosenmilch. Er hat es sehr eilig, hatte vorab schon versucht mir den Weg abzuschneiden. Doch ich hatte es ja auch sehr eilig 😉 Als ich mich in Richtung Zeitschriften abwende beobachte ich noch aus den Augenwinkeln das unvermeidliche: Der Typ bekommt das volle Programm Weihnachtsbaumsammelvers zu spüren. Ich grinse in mich und kümmere mich um meine Zeitschrift.

    Auf dem Rückweg laufe ich an der Kasse vorbei. Die Dame scheint kurz vor Ende ihres Verses zu sein. Der Herr mit der Kondensmilch lässt sie einfach weitererzählen und verlässt die Kasse. Er schüttelt den Kopf und spricht aus was ich denke:

    „So a Scheiß“

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