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    Klick, erste halbe Stunde bitte vorspulen

    Klick
    Adam Sandler. Für mich stand dieser Name immer für einen eher unbegabten möchte gern Schauspieler mit eher flachen Filmen. Vor kurzem sah ich dann auf Premiere 40 erste Dates und dachte mir, na ja, langsam wird der Junge ja.

    Heute ins Kino zu gehen und Klick anzusehen stellte in gewisser Hinsicht trotzdem ein Risiko da. Der Film beginnt und eines der schlimmsten Cineastischen Verbrechen die mir angetan werden können bricht über mich herein:

    Grottenschlechte Syncronstimme von Adam Sandler.

    Der Film selbst dümpelt so vor sich hin, die bekannten Gags aus der Vorschau werden abgespult, und ich überlege was ich mit dem Geld der Eintrittskarten alles hätte anstellen können. Doch genau in dem Moment als die Universelle Fernbedienung anfängt Ihr wahres Gesicht zu zeigen, ändert sich der Film gravierend. Die platten bereits bekannten Gags nehmen ab, und ein verzweifelter Kampf des Protagonisten sein Leben zurück zu bekommen beginnt.

    Die Familie als das höchste Gut. Die späteren Lebensabschnitte des Hauptdarstellers wirken völlig anders als die erste halbe Stunde des Films, die Maskenbildner haben ganze Arbeit geleistet, der gealterte Hautptdarsteller wirkt glaubhabt. Adam Sandler scheint für mich an das erste Mal in diesem Film erkannt zu haben das er ein Schauspieler ist der eine Rolle rüberzubringen hat.

    Für viele mag die Message und deren Umsetzung kitschig anmuten, doch für mich völlig überraschend schafft der Film es mich mit zuziehen, und die schlechte Synchronstimme zu vergessen, ebenso wie die grottenschlechte erste halbe Stunde. Ich sitze im Kinosessel, fiebere mit Adam mit, spüre den Schmerz, kann mich in ihn hinein versetzen, nehme die Filmwendung dankbar auf und gebe mich ganz dem Film hin.

    Wie würde ich den Film bewerten ? Hm. Da muss ich lange nachdenken. Vielleicht 7,5 von 10 Punkten, und dann noch 2,5 Punkte abziehen für die schlimme erste halbe Stunde ? Ja, ich glaube das kommt hin, 5.5 trifft es ganz gut.

    Ich bin sehr gespannt auf weitere Meinungen. Gesondert zu erwähnen ist da natürlich noch Christopher Walken. Auch wenn er nicht sein ganzes Können zeigt, so ist er trotzdem ideal besetzt.

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    Sopranos, 6. Staffel

    Gelegentlich mach ich mir Gedanken ob sich mein Premiere Abo so richtig lohnt. Oftmals sitze ich hier vor der Kiste und der TV läuft im Hintergrund ohne das er großartig beachtet wird.

    Doch es gibt immer wieder Momente, da bin ich einfach happy, dass ich mein Abo habe. Nächten Mittwoch (und die folgenden ;)) ist dann so ein Moment. Es ist endlich soweit:

    Sopranos

    Die 6. Staffel Sopranos. Und für alle die sich so überhaupt nix unter Sopranos vorstellen können, hier ein kleiner Youtube-Fan-Film:

    Ich kenne sehr wenige US-TV-Serien die über 6 Staffeln gleich bleibende gute Qualität liefern. Sopranos lässt sich auch sehr schwer in bestehende Serienklischees einordnen. Viele Folgen anderer Serien laufen stets nach dem selben Schema ab:

    Der Spannungsbogen baut sich langsam auf und es ist relativ klar wann die Folge zu Ende ist. Bei Sopranos, zumindest empfinde ich das so, kann man nie genau vorhersehen wann die Folge zu Ende ist. Unvorhergesehene Wendungen gehören hier zum Serien Alltag. Das Leben als Mafiaboss in New Jersey mit all seinen Problemen wirkt niemals kitschig oder aufgesetzt. Der Mix aus Drama, Unterhaltung, gelegentlicher Gewalt und Familienstreitigkeiten überzeugt auf der ganzen Linie.

    Tony
    James Gandolfini brilliert in seiner Meisterrolle Tony Soprano besser als es jeder andere Hollywood-Darsteller könnte. Definitiv meine Lieblingsserie 😉

  • movies/tv/musik

    Miami Vice

    Miami Vice
    Ich habe lange überlegt was ich jetzt über diesen Film schreiben soll. Meine Erwartungen waren sehr, sehr hoch. Sagen wir mal so, sie wurden definitiv nicht übertroffen. Enttäuscht wurde ich jedoch auch nicht. Aber ein kleines Bisschen mehr hatte ich doch erwartet.

    Klar, ausser den Namen der Hauptdarsteller und das der Film in Miami spielt ist so gut wie nichts übrig von der Originalserie. Wahrscheinlich ist das auch die klügere Entscheidung gewesen. Der Film ist anders. Schon die Kameraführung (Handycam und komplett digital gedreht) sieht man selten so konsequent. Der Zuschauer (zumindest ich) benötigt eine gewisse Zeit sich daran zu gewöhnen, andererseits hat man stets das Gefühl mitten in der Szene zu sein.
    Miami Vice
    Wer erwartet von einer Actionszene zur nächsten, von einer Spannungsspitze zur nächsten katapultiert zu werden, wird vielleicht enttäuscht sein. Der Film ist eher sehr geradlinig aufgebaut. Ziemlich früh gibt es eine ziemlich deutliche Gewaltszene (ein Arm wird abgeschossen) dann entwickelt sich der Film bis zum unausweichlichen Showdown am Ende des Films.

    Doch dieser Showdown hat es in sich. Ich habe noch keinen Film gesehen in dem das Wummern der zahlreich eingesetzten Waffen derart realistisch klang. Durch die Kamera am Mann wird auch hier das Gefühl vermittelt mitten im Geschehen zu sitzen. Es wird vom Zuschauer auch etwas verlangt, es ist nicht sofort zu erkennen werd jetzt getroffen wurde, da die Kameraschwenks zahlreich und wie bereits erwähnt mitten im Geschehen sind.
    Miami Vice
    Gewalt kommt nicht ständig vor, wenn doch, dann aber völlig ungeschminkt und voll drauf. Erschreckend realistisch eben. Doch das verleiht Glaubhaftigkeit. Das Ende des Films wirkt Glaubhaft, die guten sind nicht immer nur gut, und den Wahren Bösewicht geht es eben nur selten an den Kragen.

    Ich würde dem Filme 7 von 10 Punkten geben, vielleicht sogar 8. Es ist kein Meisterwerk von Michel Mann, dennoch ist es eben KEIN billiger Abklatsch der Serie nur um möglichst gut abzukassieren.

    Folgender Text von Filmstarts.de lässt mich voller Vorfreude auf eine schnelle DVD-Veröffentlichung mit einem Direktorscut hoffen:

    Ein Haar in der Suppe hat allerdings auch „Miami Vice“ – und wie groß dieses ist, lässt sich bislang nur erahnen. Offensichtlich fiel der Film massiv der Schnittschere zum Opfer. Als Grundlage für das Drehbuch diente Mann – ähnlich wie bei InsiderMiami Vice – ein Zeitungsartikel, der die Hintergründe der Drogenmafia von Miami beleuchtete. Die von Mann gedrehte Filmfassung war den Produzenten Gerüchten zu Folge mit einer zu starken politischen Note versehen. Von den ursprünglich vom Verleih angekündigten 146 Minuten ist die finale Kinofassung jedenfalls eine ganze Ecke entfernt. Klar ist, dass teils ganze Handlungsstränge rausgeschnitten wurden. So hinterlässt „Miami Vice“ an der einen oder anderen Stelle einen etwas aus dem Zusammenhang gerissenen oder kastrierten Eindruck. Manche Story-Ansätze wirken nur wie ein Torso, manche aufgeworfenen Fragen werden nicht beantwortet.

    Allerdings könnte dieser Umstand auch etwas Gutes in sich bergen. Vielleicht werden wir in absehbarer Zeit noch mit einem Director’s Cut zu „Miami Vice“ belohnt. Der Film ist bereits in der Kinofassung ein absolutes Erlebnis und eine (nahezu) perfekte Modernisierung der Serien-Vorlage. Mann zelebriert sich selbst und sein Talent. Allerdings fehlt eben deutlich etwas, damit „Miami Vice“ mit Manns Referenzwerken HeatMiami Vice und InsiderMiami Vice in einem Atemzug genannt werden müsste. Vielleicht würden die fehlenden Minuten und der fehlende politische Subtext den Cop-Thriller in diese Sphären hieven. Aber diese Frage wird wohl nur die Zeit beantworten.

    Ich bin gespannt wie andere den Film beurteilen werden. Sehenswert ist das Teil auf jeden Fall. Kompromisslos, düster, hart und irgendwie anders.

  • movies/tv/musik

    Miami Vice, eine kleine Einstimmung

    Morgen Abend um 20.15 Uhr ist es endlich soweit. Viel zu lange war ich schon nicht mehr im Kino, ich freu mich richtig drauf. Natürlich ist der Film im Moment überall großes Thema. In der Welt am Sonntag letzten Sonntag sogar eine ganze Seite.

    Der Film hat wohl ausser dem Namen nur noch sehr wenig mit der alten Serie zu tun. Das ist vielleicht auch gut so, wir leben nun mal nicht mehr in den Achtzigern (leider) und es wäre einfach unpassend.

    Umso schöner ist es nochmals in alten Erinnerungen an die ursprüngliche kultige Serie zu schwelgen.

    Die Zeit hilft mit diesem gelungenen Link dabei 😉

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