So, letztes Wochenende gab es Nürnberg den Trempelmarkt, und dieses Wochenende stand das Fürther Gegenstuck, der Grafflmarkt auf dem Programm. Graffel ist ein fränkisches Wort, welches sich wohl nur schwer übersetzen lässt. Trödel ist wohl noch der beste Versuch. Im Gegensatz zum Trempelmarkt in Nürnberg ist der Graffelmarkt in Fürth noch deutlich origineller, natürlicher.
Der Anteil an kommerziellen Händlern liegt höchstens bei 20%, wenn überhaupt. Es ist einfach wundervoll durch die zahlreichen Gassen zu schlendern und diese wunderbaren alten Relikte zu bestaunen:
und zum Abschluß noch ein wundervoller Blick auf den illuminierten Baum:
Alle Fotos sind übrigens mit dem 50 1.4 bei Offenblende entstanden…
Die Wirkung eines Bildes hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab. Doch immer wieder wird vergessen, das einer der Hauptkritikpunkte bei der Betrachtung eines Bildes nicht unbedingt der Schärfegrad, die gewählte Blende, die Art der Kamera oder das Licht ist. Nein, ich bin fest überzeugt, das Killerkriterium ist die Perspektive, bzw. die Wahl des Aufnahmestandortes.
Eine ganz wichtige Regel, die gerade in Zeiten kostengünstiger und leistungsstarker Zoom-Objekte gerne vergessen wird, ist sich immer auf Augenhöhe mit dem zu fotografierenden Objekt zu begeben. Wie oft beobachte ich “Fotografen” die gelangweilt im stehen das Objekt heranzoomen statt wenigstens in die Hocke zu gehen. Klar, nicht immer lässt es die Witterung zu sich auf den Boden zu legen.
Gerade bei Blumen und Tieren halte ich es aber für unabdingbar. Auch wenn die folgenden Fotos jetzt nicht gerade aussergewöhnlich tolle sind, passen sie doch ganz gut, weil sie eben jeweils 2 sehr unterschiedliche Bildwirkungen demonstrieren, bei denen es keine Rolle spielt, ob Kleinbild, Crop, Blendenwahl, Lichteinfach ect.
Das erste Bild: Frau Crosa, mittleres AF-Feld im Fürther Stadtwald:
Jetzt genau das selbe Bild, allerdings mit einer völlig anderen Aussage. Alle Kameraeinstellungen sind gleich, nur der Bildausschnitt ist völlig anders gewählt:
Aber jetzt ist die Aussage eine ganz andere: Frau Crosa im Fürther Stadtwald, ein sehr weitläufiger Wald mit altem Baumbestand der sehr hoch gewachsen ist. (Immer noch kein Brüller-Bild, aber man erkennt deutlich den Unterschied)
Das nächste Bild zeigt was jeder Fotograf weiß. Es gibt keine Regeln ! Wie ? Warum das jetzt ? Oben war doch zu lesen, immer auf Augenhöhe mit dem Objekt:
klappt in dem obigen Fall aber eher so lala. Gut, weit aus besser als schräg von oben herangezoomt, dann würde dieser kleine Baum völlig untergehen. Tatsächlich geht es in dem Fall aber viel besser. Der Blick direkt von Oben auf den kleinen Baum.
In der Umsetzung alles andere als Einfach, ich hatte nur 70-200 2.8 am Mann, und da habe ich eine Nahstellgrenze von über einem Meter. Also Kamera über meinen Kopf gehalten und “Blind” abgedrückt. Somit nicht mittig, aber genau das macht unter Umständen den Reiz aus:
Gerade in der Zeit moderner Spiegelreflexdigitalkamers wird viel zu oft viel zu schnell abgedrückt und vergessen was das Bild überhaupt sagen soll. Bei der täglichen Bilderflut ist es heute schon nicht ganz so einfach einen Betrachter überhaupt dazu zu animieren ein Bild länger als nur einen Sekundenbruchteil anzusehen. Entscheidend dafür sind aber eben ganz banale Dinge, und nicht unbedingt die Sensorgrösse oder der Schärfegrad des Objektivs…..
Während sich die Crosas weiter auf den Azoren vergnügen erscheint hier derweil ein weiterer vorgeschriebener Beitrag. Immer noch Fürth Festival, doch diesmal eine recht bekannte Persönlichkeit. Leider hat er mir mit seiner Basballmütze einen kleinen Strich durch den Blitzfreien Abend gemacht.
Wenn ich mit Bühnenfotos rechne, nehme ich nie einen Blitz mit. Ich mag die AL-Stimmung einfach besser. Ausserdem nervt es die Bands und das Publikum wenn es ständig rumblitzt. Bei Herrn Ron Williams stand ich aber etwas doof da, ohne Blitz.
Dank RAW konnte ich die Bilder aber in Lightroom etwas hochziehen und so ist doch etwas mehr erkennbar
Der Mann hatte jedenfalls jede Menge Spaß auf der Bühne und kann gut abgehen. Rock n´Roll eben.
Doch der Blick zum Himmel sah mehr nach Donnerwetter als denn nach Hollywoodabend aus:
Letztendlich hatten wir genau wie letzten Donnerstag wieder ein Riesenglück und blieben von Regen verschont. Gut, der Südstadtpark hatte dieses Jahr erst das 2. Klassik Open Air, und im Vergleich zu den 40.000 bei Klassik im Park in Nürnberg waren deutlich weniger Leute anwesend. Schön war es aber trotzdem:
Gerade in den Abendstunden verzauberten die klassische Hollywoodstücke der Jungen Fürther Streichhölzer wie Mission Impossible, Forest Gump, Pirates of the Caribian aber auch Pipi Langstrumpf, oder ein James Bond Medly zusammen mit einer angenehmen Lichtstimmung.
Bilder der Streichhölzer gibt es im kommenden Beitrag zu sehen…
Irgendwie hinke ich mit dem verwursten der Bilder hier in diesem Blog ganz schön hinterher. Heute Abend ist Slam in K4 und ich habe noch nicht mal die Bilder vom letzten Sonntag in der Kofferfabrik vom Highlanderslam hergezeigt.
Nachdem jetzt ja schon einiges an Zeit vertickt ist, und ich mir auch keine Notizen auf dem iPhone gemacht habe wie ich es eigentlich sonst tu, sondern nur mit dem fotografieren (und dem mit Zerstören eines Weinglases und dem Umschütten meiner Bionade…) beschäftigt habe, klaue ich einfach Michls Text aus dem Frankenslam-Forum (der eh viel besser ist als es meiner je sein könnte) und verlinke diesen auch gleich:
Der Umzug hat sich gelohnt! Zum dritten Mal in Folge konnte ein Besucherrekord vermeldet werden, trotz Biergartenwetter füllten ca. 160 Personen die Galerie in der Kofferfabrik. Nils Rusche musste leider kurzfristig absagen, Michl machte den Opfertext “Opfer”, und die sechs angetreten Saisonfinalisten gaben alles, teilweise sogar unter der Gürtellinie, diese jungen Wilden! NAch der Vorrunde mussten wir uns leider von Sophie Sonnenblick (Beziehungskiste über Verwechslungen unter der Dusche) und Bo “Praise the Lord” Wimmer (Jesus-Edition von “Jawollo” inkl. Kirchenkritik).
Im Stechen waren dann plötzlich vier statt drei, aber es war ja noch Zeit, so dass Lucas Fassnacht (sehr schöner kritischer Text mit Gänsehaut-Feeling als einige Zuschauer im Publikum aufstanden, um ihre Solidarität mit dem Protagonisten der Geschichte auszudrücken), Alex Willrich (dass er einen Zwilling hat ist bekannt, jetzt wissen wir: er leidet auch noch an Schizophrenie und bekommt Botschaften von Zukunfts- und Vergangenheits-Alex), Peter Parkster (der der schneller, weiter, höher-Mentalität entgsagt, um sich dem Leben zu widmen) und Hanz (auf einer Single-Party, mit dem Ziel von allen Frauen einen Korb zu bekommen).
Am Ende ist das Ergebnis:
1. Hanz
2. Alex Willrich
3. Lucas Fassnacht
Michls Opfertext:
Lucas Fassnacht:
Hanz:
Bo Wimmer:
Alex Willrich (mit der genauer Größenangabe unterhalb der Gürtellinie)
Peter Parkster (ich glaube gerade bei der Textpassage : “….dich Jamba akustisch fickt…”)
Susi Sonnenblick:
Dann gespanntes Warten auf die Publikumsentscheidung:
und dann das große 4er Finale:
Und dann wurde es noch mal spannend:
Sehr sehenswert auch die Tetris-Musik-Gesangs-und-Tanzeinlage:
Hoch soll er leben, der Hanz:
Die Nummer 2 natürlich auch, nicht ohne einen kleinen Hinweis unter die Gürtellinie
Und der 3. Sieger durfte auch nach oben:
Und dann hab ich Doldi leider die Kamera eingepackt, und somit den Michl verpasst, als er Höhenluft schnuppern durfte…
Und natürlich noch der gesamte Slam als Diashow (72 Bilder)