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Nivea

Als ich gestern im Bad aufgeräumt habe ist mir eine leere Nivea-Flasche in die Hände gefallen. Keine normale Nivea-Flasche, nein ganz bestimmt nicht:

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Gekauft habe ich sie am 20. August 2016 am 3. Tag unseres China-Urlaubes. Warum ist das etwas besonderes ? Weil ich sie alleine gekauft habe. Das klingt jetzt im ersten Moment nicht besonders spannend oder abenteuerlich. Doch das war es ganz bestimmt.

Wie sassen nämlich beim Essen in einer kleinen Mall und die Stahlkraft der asiatischen Sonne hatte mir ganz gut zugesetzt. Um den leichten Sonnenbrand etwas entgegen zu setzen musste unbedingt eine After Sun Creme her. Mutig wie ich war wollte ich das in der angrenzende Drogerie alleine organisieren.

Ich hatte ja keine Ahnung auf was ich mich da eingelassen hatte…

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Mannings hies die Kette. Prima, ich kann etwas lesen was nicht in chinesischen Schriftzeichen geschrieben ist, wie schlimm sollte es also werden ?

Nachdem 6 sehr nette chinesische Verkäuferinnen um mich standen und ich mit Händen und Füssen After Sun Creme erklären wollte wusste ich es. Ein ganzer laden voller Drogerieartikeln und auf allen nur chinesische Schriftzeichen. Wie ausserhalb von Shanghai üblich kein Englisch, nur Chinesisch. Meine Chinesisch beschränkte sich aber auf „Ni Hao“ also guten Tag.

Irgendwann viel mir dann NIVEA ein. Das wurde verstanden. Ich stand dann nur noch vor einem einzigen Regal mit 40 verschiedenen Produkten. Auf jedem Stand zwar schön groß NIVEA in mir lesbarer Schrift, doch das war es dann auch schon:

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Die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft aller Verkäuferinnen war wirklich einmalig. Nach 10 Minuten mit Händen und Füssen wäre mir aber fast lieber gewesen die Damen hätten aufgegeben. Geholfen hat sie mir nämlich nicht wirklich. Ich habe dann mehr oder weniger auf gut Glück zugegriffen. Gut, „Intensiv Caring“ stand noch in lesbarer Schrift auf der Vorderseite klang dann noch ganz plausibel.

Ich lag jedenfalls richtig. Alleine Einkaufen bin ich aber nicht mehr gegangen. Ist auch wirklich selten, dass man mit Englisch nicht weiterkommt. In China war das aber ausserhalb des Flughafens Shanghais und natürlich Hong Kong die Regel. Nicht nur nicht verständlich machen sondern auch nichts lesen zu können ist schon sehr anstrengend.

Zum Glück hatten wir aber 2 Nativspeaker an unserer Seite und nahem diese auch gerne in Anspruch. Die leere Falsche habe ich gerade schweren Herzens entsorgt, schließlich ist sie ja auf Foto verewigt….

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2 Kommentare

  1. Das ist mir gerade wieder eingefallen.
    Zum Thema passend: Die Google-Translator App.
    Fantastisch! Man lädt sich das passende Sprachpaket runter, kann irgendwelche Schriften „scannen“ und man bekommt sie übersetzt.

    Habe ich so Zuhause mit Süßigkeiten aus Japan gemacht und konnte dann zumindest wissen, was die Basis ist (Mandeln z.B.).

    Ich werde das in zwei Wochen mit Taiwan-Mandarin ausprobieren.
    Dann weiß ich auch, ob man die App Offline benutzen kann 😉 -> das werde ich im Vorfeld nochmals testen, in dem ich das Paket runterlade, Mobile Daten abschalten und dann einfach Google-Maps die Einträge (in Mandarin) scanne.

    Aber genau das ist Gold wert, wenn man in einem fremden Land, mit fremden Schriftzeichen ist und die Leute dort einen überhaupt nicht verstehen.
    ABER das nimmt einen natürlich den Abenteuer-Spaß dieser Safari, die man so erlebt 😀

  2. Crosa Crosa

    Ich fürchte, das geht wie vieles nur Online. Hab das auch schon benutzt, als wir im Asia Laden eingekauft hatten und bei den Zubereitungshinweisen verzweifelt sind, hat gut geklappt. Aber probier doch mal offline und sag Bescheid ob es funktioniert hat.

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