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Affen mit Offenblende

Also gut, ich gestehe, wenn es nach mir gegangen wäre hätte ich den Film heute Abend eh nicht im Kino angesehen. Aber die Ehefrau wollte unbedingt. Babysitter war kein Problem und dann stand heute Planet der Affen Teil 3 auf dem Kinoprogramm. In 3D:

Und bereits in der ersten Einstellung hatte mich der Film. Also um ehrlich zu sein noch nicht wirklich der Film, vielmehr der Kameramann. Die Kombination von maximaler Offenblende in Kombination mit 3D gibt einfach eine unglaubliche räumliche Wirkung. Was ich mit maximaler Offenblende meine ? Das aktuelle Objekt im Vordergrund ist scharf, und schon wenige Zentimeter dahinter verschwimmt der Hintergrund in Unschärfe.

Mag an meinem Fotohobby liegen, aber die Art der Kameraeinstellungen und Bledenwahl ist für mich inzwischen ein wichtiger Teil des Films.

Doch jetzt zum Film selber: Anfangs wird die bereits vergangene Handlung als mehrzeiliger Text eingeblendet. Geschickter Kniff um nicht zu viel Handlung filmisch umsetzen zu müssen. Bei 1,5 bis 2 Stunden Spielzeit ist bleibt oft zu wenig Zeit für die Charaktere selber. Wirklich gut gelöst. Somit spielt sehr viel Zeit des Filmes an einem bestimmten Ort (ich mag jetzt nicht spoilern) und wirkt nicht abgehackt oder geschnitten.

Anfangs nervt mich etwas die Menschlichkeit der Affen (gut, war ja in den anderen Teilen auch so) Warum müssen die überhaupt aufrecht gehen ? Nach etwas Spielzeit verschwindet dieser Makel aber, man gewöhnt sich daran. Erzählt wird der Film komplett aus Sicht der Affen. Im Mittelpunkt steht Affen vers. Mensch. Hier sind die Affen aber eigentlich die friedliebendere Rasse.

Als der Film dann zu Ende ware hat es mich doch gefreut im Kino gewesen zu sein. Vor allem wegen der wirklicht gigantisch guten Kameraeinstellungen und die Länge die sich der Film für das Handlung nimmt das wir sehen dürfen. Natürlich wird stark auf die Emotionen angespielt, vor allem auch durch die verwendete Musik. Woody Haraldson der hier den fiesen Obermotz spielt ist als Figur nicht einfach nur der Böse. Auch hier werden seine Motive klar dargestellt und aus seiner Sicht betrachtet lassen sich seine Motive gut nachvoll ziehen.

Tatsächlich ein Film fürs Kino gemacht.

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