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Spot

Die Blichtungsmessung einer Kamera ist oft entscheidend für das spätere Bildergebnis. Sind alle Bildanteile gleich gut ausgeleuchtet und klappt das meist ganz gut. Bei Schnee wird es schon schwieriger, die Kamer misst sehr viel helle Stellen und belichtet automatisch unter.

Das Messverhalten der Belichtungsmessung lässt sich zum Glück aber an einer modernen Kamera gut einstellen. Die 3 gängigsten Einstellung sind:

Matrixmessung:

Die gesamte Fläche wird zur Belichtung herangezogen. Klappt meist bei Landschaft sehr gut.

Mittenbetonte Integralmessung:

Es werden so um die 30-40% rund um den Mittelpunkt herangezogen. Eine gute Messmethode für ein einzelnes Objekt in Nahaufnahme. Z.B. die klassischen Blumenfotos.

Spotmessung:

Hier wird nur ein ca. 8% großer Kreis in der Mitte zu Belichtungsmessung benutzt.

Bei meinen bisherigen Canon-Kameras war das genau so wie oben beschrieben. Wollte ich auf einem Konzert bei schwierigem Licht die Haut korrekt belichtet haben musste ich erst mittig auf die Haut zielen, die Belichtung speichern und anschließend mit gespeicherter Belichtung entsprechend fokussieren.

Bei der aktuellen Nikon D5200 habe ich bei Spotmessung die Belichtungsmessung genau auf dem Autofokusfeld das ich zum Fokussieren verwende. Gerade bei Fotos von Personen benutze ich nur noch die Spotmessung. Natürlich ist der Hintergrund dann je nach Licht etwas überbelichtet, aber die abzulichtende Person ist dafür perfekt belichtet. Bei fehlender Messung im Gegenlicht hätte ich sonst ein dunkles Gesicht vor richtig belichtetem Hintergrund. Klar, ich könnte das Bild aufhellen…. Doch ich habe lieber ein richtig belichtetes Hauptmotiv.

Hier mal 2 vielleicht etwas extremere Anwendungsfälle die gut zeigen welch unterschiedliche Ergebnisse die Spotmessung bringen kann:

Der Sohnemann liegt in seinem Zelt und hat seine Laterne angeschaltet. Der Raum ist stockfinster, nur die Laterne dient als Lichtquelle. Für das menschliche Auge fällt aber genug Licht auf den Junior um sein Gesicht zu erkennen.

Spotmessung auf die Lampe:

DSC_2117

Die im Gegensatz zum Hintergrund sehr helle Lampe ist richtig belichtet. Von Juniors Gesicht ist aber nichts zu sehen.

Jetzt Spot auf die Wange des kleinen Herrn Crosa:

DSC_2118

Das direkte Licht der Lampe ist überbelichtet, aber das Gesicht ist erkennbar. Das Bild entspricht am ehesten dem tatsächlich gesehenen Bild.
Bei normaler Matrixmessung wäre der Hintergrund stockfinster und die Lampe würde komplett überstrahlen. Im Automatikmodus würde natürlich sofort der Blitz gezündet und die schöne Lichtstimmung wäre ruiniert.

Im obigen Fall mit Nikon AF-S Nikkor 50mm 1:1,4G auf F2 abgeblendet und 1/60 bei ISO 1600 (eigentlich wäre mindestens 1/100 besser gewesen, aber dank ruhiger Hand ist es trotzdem relativ unverwackelt/scharf)

Neben dem richtigen Blickwinkel, der Brennweite, Blende, Zeit hat die Belichtungsmessung je nach Anwendungszweck also ebenfalls einen entscheidenden Anteil am gelungen Bild…