So, endlich wieder auf dem Sofa. Der heutige Tag startete wesentlich später als ursprünglich geplant. Schuld war Staffel 3 von the 4400. Gegen 11.00 Uhr dann aber auf meinem Spezialparkplatz eingetroffen. Auf der To do Liste stand Literatur zum Thema RAW-Photo-Bearbeitung und Infos zum Thema Teleobjektiv einholen. Die 300,- EUR im Rucksack, ein Überbleibsel von Weihnachten als Spontankauf-Reserve kamen aber nicht zum Einsatz.
Erwähnenswert ist auf alle Fälle der Besuch der Feinkostabteilung bei Karstadt. Die Feinkostabteilung bei Kartstadt ist irgendwie anders als andere Lebensmittelabteilungen. Es beginnt schon mit den deutlich kleineren Einkaufswägen die es sonst nur für Kleinkinder in einigen anderen Märkten gibt. Es fällt schwer, das besondere Flair dort jemanden zu beschreiben der dort noch nicht selbst eingekauft hat. Was soll ich sagen, ich gehörte definitiv nicht in das Raster der Stammkunden dort. Umso interessierter beobachte ich die dort einkaufende Bevölkerungsschicht die sich selbst wohl am ehesten als “Besserverdiener” titulieren würde. So betrachte ich angewidert schrecklich herausgeputzte alte Wachteln in widerwärtigen Pelzmützen und Pelzmänteln (Ich wünsche mir in solchen Situationen immer eine pinkfarbene Spraydose). Dickbäuchige Lodenmantelträger mit Kaschmierschals und Hüten. Generell scheint der typische männliche Karstadtfeinkostabteilungseinkäufer Hutträger zu sein. Nichts gegen Kopfbedeckungen bei kalten Temperaturen, ich selbst trage auch eine Mütze wenn es kalt am Kopf ist, doch diese Art von Kopfbedeckung erscheint mir sehr suspekt.
Keine Ahnung warum mich das Publikum dort so überhaupt nicht anspricht, erstrebenswert erscheint mir eine derartig “Zukunft” keines falls. Ich freue mich eher darüber etwas anders zu sein. Ich überlege gerade mir einen Stuhl zu schnappen, mich hinzusetzen und mir Notizen über einge der Besucher zu machen um sie detaillierter Beschreiben zu können, deratige Beobachtungen werden ja leider immer nur flüchtig gespeichert. Doch ein Gast am dortigen Restauranttresen fällt mir besonders auf. Er schwenkt sein Rotweinglas als wäre er Weintester in einem sündhaft teuren Restaurant und macht einen möglichst wichtigen Gesichtsausdruck. Nach 3 Schlücken Wein stellt er sein Glas auf den Tresen und schlägt die Blödzeitung auf. Es fällt mir schwer ein lautes Lachen zu unterdrücken.
Nach Besuchen bei Campe und Hugendubel bin ich etwas Enttäuscht, die passende Literatur zum Thema RAW-Photobearbeitung finde ich nicht, ganz ohne möchte ich auch nicht gehen und investiere mal 14,95 EUR für Digitale Negative: Camera Raw. In einem Elektronikfachmarkt entdecke ich ein Sigma 55-200mm Zoom für 99,- *Uff* Kann man bei diesem Preis vernünftige Abbildungsleistung erwarten ? Andererseits, für 99,- EUR könnte ich rausfinden wie mir dieser Brennweitenbereich gefällt ohne gleich richtig viel Geld investieren zu müssen. Ich werde heute Abend lieber erstmal in ein paar Foren Erfahrungsberichte durchlesen.