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V, wie Verarscht

Nach dem Lesen der heutigen Wochenendzeitung wurde mir echt schlecht. Vielleicht neige ich jetzt zur Polemik, doch ich kann einfach nicht anders. Man stelle sich das bitte mal vor. Da fließen Abfindungen im Gesamtwert von 57 Mio EUR bei der Verramschung von Mannesmann an Vodafone. Anschließend gibt es eine Verhandlung wegen Veruntreuung. Der Herr Ackermann zeigt allen das „V“ (offenbar für: Ich hab euch alle verarscht) Nachdem er freigesprochen wurde. Der Bundesgerichtshof (BGH) hebt im Dezember 2005 die Freisprüche aus dem ersten Mannesmann-Prozess auf, das klingt doch nach Gerechtigkeit.

Dachte ich zumindest bis gestern. Ein Vergleich. So, so. 3,2 Millionen soll der Herr Ackermann bezahlen. ROFL…….. Ich kann nicht mehr. Das dürften Maximal 3 Monatsgehälter sein. Und ist mit Sicherheit nicht mal die Hälfte von der Kohle die von den 57 Mio damals an ihn geflossen sind. Der Herr Ackermann sitzt übrigens immer noch fest im Sattel. Er hat seinen Posten nicht verloren.

Darüber sollten die Herren in Berlin, und auch etliche Herren Medienvertreter mal nachdenken. Wie so was bei einem orientierungslosen, isolierten, Jugendlichen ankommt und welche Schlußfolgerungen er daraus zieht.

Aber, nein, Killerspiele zu verbieten ist ja wichtiger.

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6 Kommentare

  1. Tja, es wird eben immer auf den größten Haufen geschissen. Wer die Kohle hat kann sich immer freikaufen… 🙁

  2. vor allen Dingen freikaufen! pah kein schuldeingestädnis?
    ach nee, wenn ich nicht schuldig wäre, würde ich auch keine kohle zahlen wollen! hals!

  3. Jay Jay

    Ich wette, der Kollege Ackermann kann die 3 Mille auch noch von der Steuer absetzen…

  4. Jaja, was man jetzt eigentlich bräuchte wäre »“V“ wie Vendetta« 🙂
    übrigens: Guter Film, der mit jedem neuen politschen und gesellschaftlichen Schwachsinn besser wird.

  5. Kai Kai

    Du sprichst mir aus der seele und dem ist nichts hinzuzufügen.

  6. Crosa Crosa

    @SevenSpiders
    Ja, der Film war eine Wohltat. Wenn auch stellenweise etwas „surreal“ was sicher ein gewolltes Stilmittel war.

Kommentare sind geschlossen.