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„Stay“ oder: was wollte mir dieser Film sagen ?

Stay
Eins vorneweg, ich liebe besondere Filme, selten trifft Kinokomerz meinen Geschmack, auch wenn Ausnahmen die Regel bestätigen. Als ich mir gestern Stay aus der Videothek ausgeliehen hatte, dachte ich nicht eine derart komplexes Werk in Händen zu halten. Obwohl ich diese Art des Films mag (Filme bei denen man erstmal überhaupt nicht durch sieht ) wirkte er gestern doch etwas wie eine Überdosis.

Ich kann nicht sicher sagen ob meine starke Übermüdung mein Urteilsvermögen beeinflusst hat, denn das Schlafdefizit diese Woche war extrem hoch. Letztendlich endet der Film und man wird mit dem Ende alleine gelassen.

Das ist eigentlich auch wieder ein Filmschluß den ich liebe. Wenn eben nicht alles zu 100% klar ist, wenn man das ein oder andere in einen Film hinein interpretieren kann. Letztendlich war ich gestern Abend einfach etwas überfordert als der Abspann über die Mattscheibe lief.

Nach einer Nacht des Grübelns heute morgen dann ein Besuch bei Filmstarts.de. JETZT seh ich klar. Ich könnte auch nicht besser vorgeben was dort über den Film steht:

Kritik:  2 plus 2 ist 5! Wer diese filmische Annahme nicht akzeptieren kann, sollte einen möglichst großen Bogen um Marc Forsters düsteres Meisterwerk „Stay“ machen. Der optisch brillante Psycho-Thriller ist ein einzigartiges Erlebnis von berauschenden Bildern und einer Geschichte, die es zu entschlüsseln gilt. Erst unter der Oberfläche offenbaren sich die Feinheiten. Eine endgültige Lösung gibt es nicht, aber dafür umso mehr Ansätze… Wer in den Genuss eines der außergewöhnlichsten Filme der letzten Zeit kommen will, muss eine gehörige Portion Aufgeschlossenheit mitbringen.

Auf wen obiges zutrifft, sollte sich den Film unbedingt ansehen. Wer sich am Ende etwas alleine gelassen fühlt und 1-2 Tipps sucht was uns der Autor mit diesem Ende sagen wollte, sollte sich die Filmkritik durchlesen.

Mir bleibt dir Frage ob ich in Ausgeschlafenem Zustand den Film auf Anhieb verstanden hätte 😉

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3 Comments

  1. LOL

    Ich hab den auch gesehen und musste hinterher die Fragezeichen vom Teppich wieder aufsaugen. Optisch ist der faszinierend gemacht, die Schauspieler sind grandios. Aber der Sinn hinter all dem blieb mir auch verschlossen… bis ich mir die Extras angesehen habe. Dann hatte ich immerhin eine leise Ahnung von dem, was ich gerade gesehen hatte.

    Willst Du es wissen?

  2. nach längerem Grübeln bin ich zu folgendem Ergebnis gekommen:

    Alles war ein Traum. Der Traum beginnt mit dem Autounfall. Er überlebt (zumindest eine Zeit lang) als einzigster. In der Zeit seines Todeskampfes spinnt er die Geschichte des Films indem er alle am Unfallort anwesenden mit einbezieht. Am Ende des Films schließt sich der Kreis mit seinem Tod.

    Aber vielelicht war ja alles anders. *neugierig guck*

  3. Die DVD Extras drehten sich um die sogenannten Nahe-Tod-Erfahrungen. Menschen, die die Schwelle zum Tod bereits überschritten hatten und dann doch noch zurück ins Leben geholt wurden, berichteten in dem kurzem Film über ihre „Visionen“ von „der anderen Seite“ (ich teile den Glauben an das Leben nach dem Tode ja eigentlich nicht, faszinierend ist es dennoch).
    Im Falle von „Stay“ war diese Nahe-Tod-Vision ja allerdings schon ziemlich detailiert und ausführlich, mit recht sinnvoller Handlung. Gelegentlich kommt es aber ja schon mal vor, dass man sich was Plausibles zusammenträumt. Obwohl Träume nur wenige Sekunden dauern, kommt einem die Handlung (sofern man sich dran erinnert) bei weitem länger vor. Das Gedächtnis streckt die Zeit und stopft die „Plot Holes“ selbständig. „Dallas“ Drehbuchautoren schaffen das sogar, ohne vorher geträumt zu haben.
    Filmtips: „11:14“ (Elevenfourteen) und „Der verbotene Schlüssel“ – beides schon etwas älter.

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